Bauernmöbelmuseum Hirschbach
Kontakt und Öffnungszeiten
Museumsweg 7
4242 Hirschbach im Mühlkreis
Telefon: 07948/541 Museum
Telefon: 07948/55895
Fax: 07948/55895
E-Mail: museum(kwfat)hirschbach(kwfdot)at
Homepage: www.museum-hirschbach.at
- Bezirk: Freistadt
- Museumsradwege: Grenzlandradweg
- Museumsstraßen: Mühlviertler Museumsstraße, Verband OÖ Freilichtmuseen
- Sammlungsschwerpunkte: Handwerk, Kunst, Kunstgewerbe, Natur, Volkskunde, Alltagskultur
- Museumskategorien: Freilichtmuseum, Spezialmuseum
Ausgezeichnet mit dem
österreichischen Museumsgütesiegel
www.oberoesterreich.at/hirschbach
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Mitglied bei "Mühlviertel pur entdecken und genießen" | |
Öffnungszeiten:
1. Mai bis 31.Oktober:
Dienstag bis Samstag 13:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten sind Besichtigungen nur nach Voranmeldung möglich.
Eintritt:
Preise inkl. Führungen
Erwachsene: 3,00
Kinder von 7 bis 14 Jahre: 1,50
Pensionisten: 2,70
Familienkarte: 7,00
Gruppen ab 8 Personen: 2,50
Auskunft:
Johann Pammer, Tel.: 0664/44 53 982
Karl Himmelbauer
Gemeindeamt Hirschbach, Tel.: 07948/8701
Träger:
Verein der Freunde der Hirschbacher Bauernmöbel
Beschreibung
Zu den bekanntesten Kunstprodukten des Mühlviertels zählen neben den Hinterglasbildern aus Sandl auch die berühmten Bauernmöbel aus Hirschbach. Entstanden ist dieser Möbeltypus aus der Not der Zimmerleute dieser Gegend, die in den Wintermonaten oft keine Arbeit hatten. Hinzu kam, dass die Leute in Hirschbach im 18. und 19. Jahrhundert alles andere als begütert waren, sodass diese Notlage erfinderisch machte. Die Zimmerleute fertigten daher während des Winters immer wieder Möbel, obwohl dies verboten war und streng bestraft wurde. Von den bekannten Zimmerleuten sind vor allem die Werke der Familie Ecker aus Unterhirschgraben hervorzuheben. Geschnitzte und bemalte Rüstbäume zieren auch heute noch das Antlitz der Gemeinde Hirschbach.
Prachtvolle Bauernmöbel
Die Produktion der prachtvollen Bauernmöbel erreichte in Hirschbach im Mühlkreis zu
Beginn des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Unter der Bezeichnung Hirschbacher
Bauernmöbel erlangten die Truhen, Kästen, Schüsselkörbe, Tische, Bänke und Betten
Weltruf und sind heute begehrte Sammlerobjekte. Zu den besonderen Kennzeichen und
Merkmalen dieser Möbel zählen die reiche, prächtige und kunstvolle Ornamentik, das
Hirschbacher Sträußl, die rote Rocaille, Reitermotive sowie Marmorierungstechnik,
Furniermalerei und Scheinintarsien.
Zeugnisse des Alltagslebens
Im Jahr 1991 konstituierte sich der "Verein der Freunde der Hirschbacher
Bauernmöbel", der heute rund 560 Mitglieder zählt und 1992 das Hirschbacher
Bauernmöbelmuseum eröffnen konnte. In insgesamt neun Schauräumen werden auf zwei
Stockwerken nicht nur 90 wertvolle Einzelobjekte präsentiert, die Aufmerksamkeit
wird auch auf den Wohnbereich und die sozialen Verhältnisse der Menschen von damals
gelenkt. Eine liebevoll eingerichtete Stube, die zu früheren Zeit der wichtigste
Ort der Kommunikation der Menschen war, und eine Schwarze Kuchl befinden sich
ebenso im Erdgeschoß wie ein großzügig gestalteter Sonderausstellungsraum.
Volkskunst
Über eine Treppe gelangen die Besucherinnen und Besucher in die Obere Stube, die
einst das schönste Zimmer im gesamten Haus war. Dort entfaltet sich in den
kostbaren Objekten der Reichtum der kunstvollen Schöpfungen Hirschbacher
Zimmermannsleute und Tischler aus der Umgebung. Ergänzt werden diese Objekte durch
eine große Zahl an Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag. Zeugnisse religiöser
Volkskunst sind ebenso zu finden wie Trachten, Keramikobjekte und anderes
mehr.
Franz von Zülow
Eine weitere Besonderheit des Bauernmöbelmuseums ist eine Dauerausstellung, die dem
Maler und Grafiker Franz von Zülow (1883-1963), Ehrenbürger der Gemeinde
Hirschbach, gewidmet ist. Sie repräsentiert die künstlerische Vielfalt seiner
Arbeiten. In Jahreszyklen werden auch Sonderausstellungen über Franz von Zülow mit
thematischen Schwerpunkten seines künstlerischen Schaffens gestaltet.
Jährliche Sonderausstellungen
Zusätzlich zur Dauerausstellung bietet das Museum jährlich mehrere
Sonderausstellungen an, die verschiedene Besuchergruppen ansprechen sollen. Dem
Jahreslauf entsprechend erfreuen sich die Sonderausstellungen zu Ostern und zu
Weihnachten besonderer Beliebtheit. Ergänzend dazu werden Dichterlesungen und
musikalische Veranstaltungen angeboten.
Museums- und Kräuterstadel
Im Jahr 2002 konnte neben dem Museum nach mehrjähriger Sanierung der so genannte
"Museums- oder Kräuterstadl" eröffnet werden. Hier ist die "Kräuterkraftquelle
Hirschbach" untergebracht. Der Hirschbacher Kräuterstadel wartet mit einer Fülle
von Produkten aus der Welt der Biokräuter auf, die im Hirschbacher Kräuterladen
angeboten werden. Es eröffnet sich eine Welt der heimischen Düfte, Pflegeprodukte
und Tees.
Das Hirschbacher Bauernmöbelmuseum bildet so eine einzigartige Symbiose aus Volkskunst, Kultur, Tradition, einer Kraftquelle aus Kräutern und Kräuterprodukten eingebettet in die malerische Landschaft des Mühlviertels.

Museumsweg 7
4242 Hirschbach im Mühlkreis
