Erlebnismuseum Anzenaumühle

Kontakt und Öffnungszeiten

Anzenau 1, Wallfahrtsort Lauffen
4821 Lauffen

Standortinfos:
www.bad-goisern.at

Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober
Mittwoch bis Samstag
10:00 - 12:00 Uhr und 15:00 Uhr - 18:00 Uhr
letzter Einlass: 11:30 Uhr bzw. 17:30 Uhr

Für Busgruppen öffnet die Mühle nach Anmeldung auch außerhalb der Normalbetriebszeiten.

Eintritt:
Erwachsene: 2,50
Kinder (ab 6 Jahren): 1,00
Familie: 5,00
Ermäßigungen mit Salzkammergutcard:
Erwachsene: 2,00
Gruppen (ab 10 Personen): 2,00
Familie: 4,50

Auskunft:
Paul Rainer, Tel.: 0664/8933759

Träger:
Erlebnis-Museum D'Anzenaumühl e.V.

Beschreibung

Situiert zwischen dem alten Salzmarkt Lauffen und dem Kurort Bad Goisern, befindet sich das Freilichtmuseum Anzenaumühle. Dieser so genannte "Paarhofverband" mit Wohnhaus, Stallstadel sowie angeschlossener Säge und Mühle blickt auf eine uralte Geschichte zurück. Das Traunkirchner Urbar belegt das heutige Freilichtmuseum als ältestes Haus der Siedlung Anzenau mit dem Jahr 1325. Kontinuierlich lässt sich die Geschichte der "Anzenaumühle" seit 1584 verfolgen. Eine erste Ansicht des regionstypischen Paarhofs stammt von einem Kupferstich Merians aus dem Jahr 1646.

Heute repräsentiert die "Anzenaumühle" in ihrem Erscheinungsbild den Baubestand des frühen 18. Jahrhunderts, zu dem noch ein Sägewerk, eine Gipsstampfe und eine Badestube hinzukamen. Die "Anzenaumühle" war somit zu einem beachtlichen Wirtschaftsbetrieb aufgestiegen, in dem verschiedene Gewerbe ausgeübt wurden.

Neben der Landwirtschaft, Müllerei und Sägerei waren es die Gipsaufbereitung und die Schwarzbäckerei, die zur Berühmtheit der "Anzenaumühle" beitrugen. Gemessen an diesen verschiedenen Wirtschaftszweigen stellt das Freilichtmuseum heute ein Denkmal der Landwirtschaft, des Gewerbes, der Technik und der Wirtschaft des inneren Salzkammergutes dar. Bis zum Jahr 1960 war die Mühle selbst mit ihrer angeschlossenen Bäckerei in Betrieb.

Folgt der Besucher dem Museumsrundgang, so hält das Erlebnismuseum eine Fülle von Besonderheiten bereit. Neben der "Schwarzen Kuchl", die als längst "aktives" Rauchküchenhaus im Salzkammergut gilt und in der heute wieder in regelmäßigen Abständen als Reminiszenz an vergangene Zeiten das einst bekannte "Anzenaumühlnerbrot" im alten Backofen gebacken wird, ist vor allem die Getreidemühle von besonderer Bedeutung. Die Mahlstube, die sich über das gesamte Tiefgeschoß erstreckt und dessen Gewölbe von nur einer Säule getragen wird, kann dort ebenso bewundert werden wie die verschiedenen Mahlgänge, die bei einer Führung lebendig demonstriert werden. Als Mühle mit drei Mahlgängen handelt es sich um eine so genannte "Deutsche Wassermühle römischen Typus", die die Kelten, Germanen und Slawen von den Römern übernommen haben. Diese Wassermühlen waren die ersten Anlagen, die sich die natürliche Kraft des Wassers zu Nutze gemacht haben. Einst waren es in der "Anzenaumühle" drei Mühlräder, die drei Schüttkästen zugeordnet waren, jedoch ist heute nur mehr eines in Betrieb.

In der "Großen Stube", in der sich ein imposanter grün geflammter Kachelofen mit Ofenbank und Trockenstangen befindet, begegnen die Besucherinnen und Besucher in authentischer Atmosphäre dem Leben von damals. Gegenüber dem Ofen befindet sich der Stubentisch, der einst Mittelpunkt und zentraler Ort der Kommunikation war. Traditionell befindet sich dort auch der Herrgottswinkel mit Heiligengeisttaube. Unmittelbar angrenzend an die "Große Stube" befindet sich die Backstube, in der das Auswägen des Mehls, die Teigzubereitung und die Ausformung der Laibe in den strohgeflochtenen "Backsimperln" erfolgten. Von dort aus reichte man die "Backsimperln" in die "Schwarze Kuchl". Weitere Räumlichkeiten wie das ehemalige "Überzimmer" (Schlafzimmer) der Müller und Bäcker, die "Männerleutstube", die "Weiberleutkammer", die "Brotkammer" und die "Zeugkammer" (Knechtstube), lassen das Leben der einstigen Bewohner hautnah nachvollziehen.

Während der Museumssaison treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat 20 bis 30 Geigerinnnen und Geiger der Region zum gemeinsamen Musizieren im Mühlenstadel. Auch "Zug-Spieler(innen)", Kontrabassist(inn)en, Drehleier- und Dudelsackspieler(innen) sind mit dabei.

Die Räume im ersten Stock werden heute als Galerie für Wechselausstellungen genutzt.

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Erlebnismuseum Anzenaumühle
Anzenau 1, Wallfahrtsort Lauffen
4821 Lauffen
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