14. Okt. 2013, 19:30 Uhr

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Das Gottfried Glechner Lesebuch

Die seit Jahren vergriffenen berühmten Dorfgeschichten nun in Neuauflage - und dazu das Beste aus allen Büchern des beliebten 2004 verstorbenen Volksdichters - erstmal in einem Band.

"Nun sind sie also wieder da: Der kleine Bauernbub mit seiner Spinat kochenden Tante, der Großen-Kaspar und all die in Österreich und Bayern längst legendär gewordenen Figuren des großen Erzählers. Viele seiner Geschichten gehören wahrscheinlich zu den besten, sicher aber zu den unterhaltsamsten Dichtungen in bairisch-österreichischer Mundart."

Gottfried Glechner:

Er war das achte von neun Kindern einer Bauernfamilie. 1936 maturierte er am Bischöflichen Knabenseminar Kollegium Petrinum in Linz-Urfahr; anschließend folgten drei Jahre Theologiestudium; 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen und diente sechs Jahre als Soldat. Nach der Heimkehr im Sommer 1945 inskribierte er an der Universität Innsbruck Deutsch und Latein und schloss beides mit dem Doktorat ab. Die Stationen seiner anschließenden Lehrtätigkeit waren die Gymnasien Kremsmünster, Ried und schließlich Braunau, wo er ab 1960 lebte und bis zu seiner Pensionierung unterrichtete. Als Sprachforscher untersuchte Gottfried Glechner die Dialektgeographie und die Etymologie der Ortsnamen des Innviertels.

Seinen ersten Band Erzählungen, "Unser Dorf", bäuerliche Geschichten in oberösterreichischer Mundart veröffentlichte Gottfried Glechner erst 1979, im Alter von 62 Jahren, wurde aber dann rasch bekannt damit, vor allem in Oberösterreich und Bayern. Es folgten beinahe im Jahrestakt ein gutes Dutzend weiterer Bücher. Sein Ruf als Publikumsmagnet bescherte dem passionierten Vortragskünstler innerhalb weniger Jahre Einladungen für mehr als 500 Lesungen, in denen er live und auch via Rundfunk mit seinen Werken einen großen Kreis von Zuhörern in ganz Österreich und Bayern begeistern konnte. 1996 erhielt Gottfried Glechner für sein Werk die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich.

Gottfried Glechners Erzählungen spielen in der traditionellen bäuerlichen Welt seiner Jugend, weitgehend noch vor Mechanisierung der Landwirtschaft. Die meisten sind in oberösterreichischer (Innviertler) Mundart verfasst, deren Farbenreichtum Gottfried Glechner meisterhaft einsetzt. Er gewinnt der ländlichen Welt vor allem positive und humorvolle Aspekte ab.

Seine beiden Söhne (Wolfgang und Gottfried) haben diese Geschichten neu zusammengestellt und in dem nun vorliegenden Band als "Das Gottfried Glechner Lesebuch" herausgegeben. Bereits in zahlreichen Lesungen wurde es präsentiert und begeistert aufgenommen, wobei Wolfgang Glechner mit Erfolg in die Fußstapfen seines Vaters tritt, wie zahlreiche Pressestimmen beweisen.


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