04. Sep. 2018 - 18. Nov. 2018
Freier Eintritt
Wird im Freien abgehalten
Geeignet für Besucher mit eingeschränkter Mobilität

Kulturdirektion Linz, das Archiv der Stadt Linz und Ars Electronica Solutions

, 4020 Linz

Kontakt

Hörausstellung "Dazwischen. Linzer Geschehnisse von 1918 bis 1938" | Martin-Luther-Platz, Linz

Den Reigen der Veranstaltungen zum 100-Jahr-Republiksjubiläum Österreichs startet in Linz eine außergewöhnliche und speziell für diesen Anlass konzipierte Schau, die als Hörinstallation am Martin-Luther-Platz von 4. September bis 18. November zu sehen und hören sein wird.

Vor 100 Jahren führte das Ende der Monarchie in Österreich zur Gründung der Ersten Republik. 20 Jahre danach fand der "Anschluss" an die deutsche NS-Diktatur statt. Die Hörausstellung "Dazwischen" gedenkt dieser Ereignisse und der Zeit zwischen 1918 und 1938 ganz bewusst im öffentlichen Raum. Auf diese Weise werden Passantinnen und Passanten auf der stark frequentierten Linzer Landstraße mit der Geschichte der Zwischenkriegszeit konfrontiert und eingeladen, sich mit den Entwicklungen und dem Alltag dieser Epoche näher auseinanderzusetzen.

Inhaltlich zeichnen das Archiv der Stadt Linz und die Kulturdirektion Linz für das Projekt verantwortlich. Die gestalterische und technische Umsetzung erfolgte seitens der Ars Electronica Solutions, die eine außergewöhnliche Hörwelt entstehen hat lassen. Im Mittelpunkt stehen das Leben, die sozialen und wirtschaftlichen Umstände sowie die politische Lage in Linz zwischen zwei Weltkriegen. Dafür wurden 15 Hörstücke vom Schriftsteller Walter Kohl nach historischen Berichten und Dokumenten verfasst und von theater@work inszeniert. Die Hörausstellung am Martin-Luther-Platz findet in Kooperation mit der Evangelischen Pfarrgemeinde Linz Innere Stadt und mit der Buchhandlung Thalia statt.

Die Themen der Hörstücke, die verschiedene Quellen wie Zeitungsberichte, Gerichtsprotokolle, Tagebuchaufzeichnungen oder Erinnerungsberichte zu dialogisch strukturierten Montagetexten kombiniert, sind alle auf Linz bezogen und reichen vom Umbruch 1918 über die soziale und wirtschaftliche Lage der Zwischenkriegszeit, die Stellung der Frauen, den Februar 1934 bis zum Anschlussjubel und dem Novemberpogrom 1938. Dazu kommen Geschichten zur Mode, zur berühmten Marke PEZ aus Linz, deren ebenfalls in der Zwischenkriegszeit ihren Ausgang nahm, zum 50-jährigen Firmenjubiläum von Heinrich Franck Söhne, zur Evangelischen Pfarrgemeinde Linz sowie zu Kunst und Kultur am Beispiel des Stadtbaumeisters Curt Kühne und des Malers Klemens Brosch. Die Hörstücke sind an sieben Stationen über Hörduschen, Einhandhörer und Richtlautsprecher rund um die Uhr hörbar. Ergänzt und visualisiert werden die Geschichten von Walter Kohl durch die Darstellung des zeitgeschichtlichen Kontextes in Text und Bild.

Kurzinfo zu Walter Kohl: geboren 1953 in Linz, seit 1996 freier Schriftsteller, lebt in Eidenberg bei Linz. Kohl schrieb zahlreiche Bücher (zuletzt: "Out Demons Out", 2017, "Ein Bild von Hilda als toter Mensch", 2015, "HundertKöpfeFrau", 2014). Weiters schrieb Kohl Theaterstücke (zuletzt: "the fight", uraufgeführt in Linz 2011; "ritzen", zwischen 2002 und 2014 vielfach aufgeführt in Hamburg, Leipzig, Düsseldorf, Wien, Graz u.a.) und Hörspiele. Im Jahr 2013 erhielt Kohl den Landeskulturpreis für Literatur des Landes Oberösterreich.

Kurzinfo zu theater@work: Seit 2005 produziert die Linzer Theatergruppe theater@work unter der Leitung von Alfred Rauch und Heidelinde Leutgöb in unregelmäßigen Abständen professionelle Theaterproduktionen an außergewöhnlichen Schauplätzen in Linz.

Quelle: https://www.linz.at/presse/2018/201808_92021.asp

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