26. Jän. 2018, 10:30 Uhr - 12:00 Uhr
Freier Eintritt
Geeignet für Besucher mit eingeschränkter Mobilität

Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Schlossstraße 1, 4072 Alkoven

Kontakt

Tel.: 07274/6536-546

Barrierefreier Museumsbesuch

Bauliche Barrierefreiheit
Angebote in Braille-Schrift
Leichter-Lesen-Texte

Präsentation INKLUSIVES (GE)DENKEN

Präsentation der Rundgangsbroschüre in leicht verständlicher Sprache "Was geschah in Schloss Hartheim in der Nazi-Zeit?" und in Braille-Schrift.

und

Verleihung der Zertifikate zum "capito"-Lehrgang Leicht Lesen

Saal des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim

Redebeiträge:

Dr. Marianne Schulze
freischaffende Menschenrechtskonsulentin, ehem. Vorsitzende des Monitoringausschusses zur Überwachung der Einhaltung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

a.Univ.-Prof. Dr. Klaus Miesenberger
Vorstand des Instituts Integriert Studieren an der JKU Linz

im Anschluss Buffet

Lange Zeit wurden Menschen mit Behinderung - vor allem jene mit Lernbehinderung - von Gedenkstätten, Ausstellungen und Museen nicht als Zielgruppe gesehen. Dementsprechend war ein Mangel an geeigneten Angeboten und Zugängen festzustellen. Bis vor wenigen Jahren wurden im Allgemeinen nur zögerliche Anstrengungen unternommen, auch im Bereich der Kommunikation die Barrierefreiheit zu verbessern.

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim sieht es seit geraumer Zeit als seine Aufgabe an, eine inklusiv gestaltete Gedenkkultur zu etablieren. Dies betrifft vor allem auch die Schaffung von geeigneten Angeboten im Bereich der Information sowie der pädagogischen Vermittlung.

Der Besuch von Hartheim könnte dazu verwendet werden, Menschen mit Behinderung in ihrer selbstbewussten Forderung auf ihr Recht auf Teilhabe in allen Lebensbereichen zu stärken. Inklusives Gedenken will Wissen barrierefrei weitergeben. Darüber hinaus sollen die Menschen auch aktiv in den Prozess des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen aus den Bereichen von Ethik, Demokratie und Inklusion eingebunden sein. Erste Erfahrungen im Bereich der Vermittlung konnten in den vergangenen Jahren bereits gesammelt werden. So wurden in Zusammenarbeit mit Institutionen Besuche von Menschen mit Lernbehinderung im Lern- und Gedenkort durchgeführt. Der baulichen Barrierefreiheit wurde bei der Einrichtung des Lern- und Gedenkorts großes Augenmerk geschenkt, auch wurden damals erste Maßnahmen im Bereich der kommunikativen Barrierefreiheit gesetzt. Um den letzteren Bereich zu stärken wurde nun in Zusammenarbeit mit capito Oberösterreich eine Rundgangsbroschüre durch die Gedenkstätte in leicht verständlicher Sprache entwickelt. Sie bietet einfach verständliche Informationen für Menschen mit unterschiedlichem Sprachwissen. Neu ist auch eine Rundgangsbroschüre in Braille (Deutsch und Englisch), die blinden und sehbehinderten Menschen den Besuch vereinfacht.

Die Veranstaltung präsentiert die neuesten Entwicklungen und Angebote im Bereich der inklusiven Gedenkarbeit und ehrt außerdem die AbsolventInnen des "capito"-Lehrgangs Leicht Lesen, die Österreich und die Schweiz zukünftig ein Stück weit barrierefreier machen werden.

Als VertreterInnen aus verschiedenen Branchen zeigen sie, dass "inklusiv" zum Mainstream wird und inklusive Maßnahmen nicht wie oftmals angenommen nur eine Nische der Gesellschaft betreffen. Die Bedeutung dieser Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft, damit verbundene Maßnahmen und etwaige Hindernisse auf dem Weg dorthin werden auch Gegenstand der Beiträge der beiden HauptreferentInnen sein.

Es wird um Anmeldung gebeten:
office(kwfat)schloss-hartheim(kwfdot)at | +43-(0)7274-6536-546
Schlossstraße 1 | A-4072 Alkoven | www.schloss-hartheim.at

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