23. Aug. 2015

Green Belt Center

Markt 11, 4263 Windhaag bei Freistadt

Kontakt

Tel.: 07943/61383

Barrierefreier Museumsbesuch

Bauliche Barrierefreiheit

Auf den Spuren der Holzschwemme

Programm:

09:00 - 10:30 Uhr - Führung Green Belt Center

10:30 Uhr - Abfahrt mit privatem PKW (Fahrgemeinschaften) von Windhaag bei Freistadt nach Unterwald

Wanderung am Grünen Band zwischen Maltsch und Buchers Bach, wo einst Holz geschwemmt wurde. Die Schwemmeinrichtungen sind im Buchers Bach noch heute ersichtlich.

Mittagessen im Gasthaus Baronuv Most (Mittagessen nicht inkludiert)

16:30 Uhr - Rückkehr in Windhaag bei Freistadt

Nach der Rückkehr besteht die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Einkehr (Jause) in einem gemütlichen Gasthaus in Windhaag bei Freistadt (nicht im Preis inkludiert)

Länge der Route: ca. 15 km (leichte Wanderung, mehr als die Hälfte der Route liegt im Schatten - daher gibt es auch bei heißem Wetter kein Problem)

Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Jause und Getränke, Reisepass nicht vergessen

Preis pro Person: EUR 11.-

Leistungen: Eintritt + Führung im Green Belt Center, Besichtigung der Schwemmeinrichtungen und fachkundige Wanderbegleitung durch Hr. Franz Reindl

Anmeldung: Frau Silvia König, info(kwfat)greenbeltcenter(kwfdot)eu, +43 (0) 7943 61383

Informationen: www.greenbeltcenter.eu

Flößerei und Scheiterschwemme am Grünen Band Europa

Seit Urzeiten war das Gebiet um Sandl, Windhaaag bei Freistadt und Buchers dichter Wald gewesen. Es mangelte an guten Straßen und Bahnverbindungen bis ins 20. Jahrhundert in unserer Gegend. So war die Ausfuhr des Holzes schwer möglich gewesen. Zahlreiche Kohlenmeiler versorgten Sensen- und Hammerschmiede mit der billigen Holzkohle. Glashütten wurden errichtet, um das Holz vor Ort nutzbringend zu verwerten.

Die Wasserläufe der Moldau, Maltsch und der Buchersbach wurden als Wasserstraßen genutzt und dem Langholzflößen und dem Scheiterschwemmen dienstbar gemacht.

In den großen Waldungen wurde das Holz unter großen Strapazen zum Fluss oder Schwemmbach gebracht. Wenn im Frühjahr der Schnee geschmolzen war, ist die Zeit des Flößers gekommen.

Durch das Zusammenbauen einzelner "Tafeln" (zusammengebundene Holzstämme) erreichten die Flöße eine Länge von beinahe 150 Metern. Auf dem Buchersbach wurden jährlich etwa 300 Flöße mit etwa 30.000 Raummetern Scheit- und Brennholz getriftet.

Während die Moldau für die Flößerei genügend Wasser lieferte, mussten für den Buchersbach zahlreiche Teiche die Wassermenge liefern, welche zwei bis drei Sunden vor dem Flößen zufloss. Der größte dieser Teiche war der Bucherser Teich.

Steindämme wurden eingebaut um das Auffahren auf Sandbänke und Steinblöcke zu vermeiden. Viele Schleusen und Wehren mit ihrem Gefälle und ihrer Enge verlangten besondere Geschicklichkeit.

Im Buchersbach begann die Flößerei im Jahr 1783. Große Mengen an Brennholz wurden nach Budweis getriftet und die ersten Flößer fuhren bis nach Prag. Manchmal nutzten auch Reisende das billige Verkehrsmittel. Die Flößer, die in der Gegend wohnten brachten die Flöße bis zur Ortschaft Pflanzen. Eine andere Gruppe übernahm das Floß bis nach Budweis.


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