11. Juni 2015, 20:00 Uhr

Freilichtmuseum Furthmühle

Marktstraße 26, 4742 Pram

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Tel.: 0664/73655560

Lesung mit Alois Brandstetter

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Als Schriftsteller begann er erst relativ spät zu wirken, wurde aber nach den ersten Förderpreisen (1973 Oberösterreich, 1975 Kärnten) rasch bekannt; 1979 wurde er Jury-Mitglied des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs.

Er liebt Sprachspiele und geht seinen Themen und Erinnerungen im Detail und in plastischer Sprache nach, aber auch vielen Wörtern im humanistisch-etymologischen Sinn auf den Grund. Man sagt ihm nach, dass er trotz des flüssigen, oft liebevollen Stils kaum ein Detail dem Zufall überlässt. Auf spezielle Art zeigt sich das in der subtilen Wahl seiner Titel.

Eine Rezension seines "zärtlichen Eisenkeils" (Eisvogel; Roman 2000) bezeichnet ihn als konservativen Autor der "alten Schule", als Ästhet, der sich zuweilen auf verlorenem Posten fühlt, aber seine Umgebung doch mit kritischem Wohlwollen betrachtet - und kommentiert. Er konstatiert an sich selbst die Toleranz des Ältergewordenen, nicht ohne seine teils selbst eingenommene, teils ihm zugeschriebene Position noch einmal zu überdenken.

Anlässlich seiner Ehrungen rekapitulierte er seine Stellung in der österr.-deutschen Literatur und seine Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Autoren. Vergleicht ihn aber die Kritik mit Peter Handke oder gar Thomas Bernhard, schiebt er dergleichen zur Seite, doch solle man ihn deswegen nicht allzu bescheiden nennen.

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