26. Apr. 2015 - 26. Okt. 2015

Wehrkundliche Sammlung Schloss Ebelsberg

Schlossweg 7, 4030 Linz

Kontakt

Tel.: 0732/307632

"Ein Offizier und seine Zeit"

1859 in Mailand als Sohn eines k.u.k. Marineoffiziers und einer Italienerin geboren, erlernte Guido Novak wie viele Buben seiner Zeit den Offiziersberuf. Als Halbwaise, sein Vater war schon früh verstorben, verbrachte er ein karges Leben in den Militärschulen und Garnisonen weitab von den Zentren Österreich-Ungarns. Nach über zwanzig Jahren im fernen Galizien konnte Novak am anderen Ende der Monarchie erstmals in Kärnten, dann in Innsbruck bei den "Tiroler Kaiserjägern" ein eigenes Kommando übernehmen und bewährte sich dabei.


Quelle: Wehrkundliche Sammlung Schloss Ebelsberg


Mit Beginn des Jahres 1914 rückte Guido von Novak in eine höhere Funktion auf und nahm als Kommandant der 1. Gebirgsbrigade in Mostar im Juni 1914 an den Manövern bei Sarajevo teil. Mit dem Mord am Thronfolger EH Franz Ferdinand am 28. Juni in Sarajevo und dem Ausbruch des Weltkrieges zog Guido Novak von Arienti als Generalmajor in den Krieg und wurde in vorderster Linie am südlichen Kriegsschauplatz schwer verwundet. Nach seiner Genesung übernahm er das Kommando über seine Brigade, mit welcher er im Mai 1915 am die Italien-Front abging. Nur wenige Wochen später stand die Einheit Novaks an der Isonzo Front in härtesten und verlustreichen Abwehrschlachten verschiedenen italienischen Verbänden gegenüber. Die Kämpfe wurden in einer bisher noch nie dagewesenen Härte geführt. Für seine Leistungen in den Kämpfen nächst der Ortschaft Plava, nördlich Görz im heutigen Slowenien, erwarb er sich das Ritterkreuz des Maria-Theresien-Ordens. Als Kommandant einer Division erfolgte im August 1917 seine Beförderung zum Feldmarschallleutnant und die Versetzung zum Kommandant der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Hier erlebte Novak von Arienti den Zusammenbruch der Monarchie und den Zerfall der ihn seit Kindesbeinen umfangenen Welt samt ihres Wertesystems. Ein Vorgang, den er weder akzeptieren konnte noch wollte.

In der Ausstellung begibt sich der Besucher auf eine Reise in die längst versunkene Welt der Habsburgermonarchie, vom fernen Galizien zum südlichen Gardasee, von Kärnten in die gebirgige Welt Tirols. Besonders das Jahr 1914 wird in der Ausstellung näher beleuchtet, vom Kaisermanöver, dem Ausbruch des Krieges bis zur Verwundung Novak Arientis am Kriegsschauplatz in Serbien. Gezeigt werden einzigartige Originalstücke und viele Bilddokumente, sowie persönliche Gegenstände aus dem privaten Besitz der Familie. Die Sonderausstellung im Museum Schloss Ebelsberg ist vom 26. April bis 26. Oktober geöffnet.

Museumsinformation

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