Engelbert Fellner | DARINGER Kunstmuseum Aspach

Museum persönlich

Im Museum tätig seit der Eröffnung im November 2013.
Seit November 2009  Projektleiter (Mitarbeit bei der Erstellung des Museumskonzeptes und bei der Errichtung des Museums).

Wie bin ich zur Museumsarbeit gekommen?
Der Innviertler Bildhauer Manfred Daringer, ein Musterschüler Fritz Wotrubas, war über drei Jahrzehnte ein sehr wertvoller Freund für mich. Nach seinem Ableben im November 2009 hat er sein gesamtes Vermögen der Öffentlichkeit vererbt. Er wollte, dass die Inhalte seiner Arbeiten weiterleben in Form eines DARINGER Kunstmuseums in Aspach. Als Verantwortlicher der Manfred Daringer Privatstiftung habe ich die Projektleitung der Museumserrichtung übernommen. In Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Klaus Landa vom Verbund OÖ. Museen erstellten wir in der Arbeitsgruppe ab 2010 ein umfassendes Museumskonzept. Im Jahr 2013 setzten wir das Konzept um. Bei der Gestaltung des Museums war Friedrich Wimmer maßgeblich beteiligt. Im November 2013 wurde dann das DARINGER Kunstmuseum in Aspach eröffnet.

In welchen speziellen Bereichen des Museums bin ich tätig?
In der Manfred Daringer Privatstiftung bin ich  für Organisatorisches, Kreatives, Kommunikation und Vermögensverwaltung verantwortlich. Als Projektleiter des Museums war ich von Beginn an für die Museumserrichtung, Öffentlichkeitsarbeit und die gefühlsorientierte, menschennahe Darstellung des DARINGER Kunstmuseums Aspach zuständig. Es erscheint mir sehr wichtig, das Museum aktiv zu bewerben und Netzwerke aufzubauen. Mitarbeit bei der Konzeption von Sonderausstellungen sowie Veranstaltungen im und außerhalb des Museums gehören ebenfalls zu meinen Aufgabengebieten. Aktiv sein im DARINGER Kunst- und Museumsverein macht mir ebenso Spaß wie die regelmäßigen Führungen durch die Welt der Daringer-Kunst.

Was macht für mich die Faszination der Museumsarbeit aus?
Als Freund und Weggefährte des Bildhauers Manfred Daringer erzähle ich bei Führungen aus seinem bewegten Leben. Dabei werden oftmals die Gefühle der Gäste angesprochen. Kunst erleben, spüren, berühren - das kann man hier wirklich leben. Für mich ist es eine Freude, dass ich im DARINGER Kunstmuseum immer wieder sehr wertvollen Menschen begegnen darf.

Was war für mich bisher das schönste Erlebnis in "meinem" Museum?
Es gab für mich bisher viele schöne Erlebnisse im DARINGER Kunstmuseum. Bei Gesprächen und Führungen konnte ich sehr oft Außergewöhnliches erleben. Die Besucher fühlen sich von dieser aussagekräftigen Kunst angesprochen, beim Betrachten der Kunstwerke tauchen sie oftmals in die eigenen Empfindungen ein. Viele schätzen es, dass man die Skulpturen auch berühren und fotografieren darf. Es ist für mich eine schöne Aufgabe, die  Besucher durch dieses ansprechende Ambiente zu begleiten.


Was wünsche ich mir für die Zukunft der Museumslandschaft allgemein?

  • Dass viele Museumsbesucher mit interessanten Geschichten angesprochen werden,
  • dass sich die Museen noch mehr vernetzen,
  • dass es auch in den ländlichen Regionen hauptberufliche Kulturverantwortliche gibt, die ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen können,
  • dass Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation im Museumsbereich einen noch höheren Stellenwert bekommen. Für mich war es zum Beispiel ganz wesentlich, welches Wissen und welche Erfahrungen mir im Qualifizierungsseminar "Museum und Tourismus" (UNI Linz und Verbund Oö. Museen) mitgegeben wurden. Dies konnte ich bei der Errichtung des DARINGER Kunstmuseums Aspach vielfach in die Praxis umsetzen.


Was wünsche ich mir für die Zukunft "meines" Museums?

Damit das DARINGER Kunstmuseum Aspach auch in Zukunft erfolgreich sein kann, wünsche ich mir,

  • dass genügend Mittel vorhanden sind, um die wertvollen Inhalte des Museums engagiert und gefühlsorientiert den jeweiligen Zielgruppen näherzubringen,
  • dass neue Mitarbeiter dazukommen und mit Freude an der Entwicklung mitarbeiten,
  • dass laufend gute Ideen zielstrebig und ansprechend umgesetzt werden,
  • dass immer mehr Menschen auf dieses bemerkenswerte Museum aufmerksam werden und uns im Innviertel besuchen.


Engelbert Fellner, Juli 2018

www.daringer.at | www.ooemuseumsverbund.at

Wir verwenden Cookies, um diese Webseite zu betreiben und ihre Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.
Akzeptieren und Fortfahren