Die Stadt und ihre Identität(en)

Verbund Oberösterreichischer Museen (Hg.): Die Stadt und ihre Identität(en). Über Potential und Zukunft der Stadtmuseen. 23. Internationale Fachtagung bayerischer, böhmischer, oberösterreichischer und sächsischer Museumsfachleute vom 21. bis 23. September 2014 in Ried im Innkreis (= Museum Bulletin Muzeum, 23) Leonding 2016.
160 Seiten. ISBN 978-3-9504216-0-6

Stadtmuseen sind besondere Identitätsorte: Sie sollen zeigen, was eine Stadt und ihre Menschen ausmachte und ausmacht. Doch genauso wie sich die Städte und mit ihnen ihre Bewohnerinnen und Bewohner immer rasanter weiterentwickeln, sollen dies auch ihre Museen tun und dynamisch auf die verschiedensten gesellschaftlichen Veränderungen reagieren, sich mit ihnen kritisch auseinandersetzen und in diesem Sinne vermehrt zu Orten der Information, Reflexion und Diskussion werden. Rein historische, nach rückwärts gewandte Präsentationen und Sammlungen, die für eine "europäische Stadt" und ein "normatives", bildungsbürgerliches
Wir stehen, werden diesem Anspruch aber immer weniger gerecht.

Doch wer oder was ist die Stadt heute? Wie soll diese präsentiert, ausgestellt werden? Was sollen oder wollen die Stadtmuseen mit ihrer Arbeit wem vergewissern? Mit wem oder womit sich identifizieren? Von wem oder wovon sich abgrenzen? Wie sich involvieren und zu aktuellen Fragen Stellung nehmen? Und was heute für die Präsentation in der Zukunft sammeln?
Gerade Stadtmuseen sind mehr denn je gefordert, zu diesen Fragen eine Position zu beziehen. Unter dem Blickwinkel knapper werdender Budgets, mangelnder Personalressourcen und teilweise steigenden Rechtfertigungsdrucks erscheint dies allerdings die Quadratur des Kreises zu sein.
Und dennoch: Stadtmuseen haben eine große Chance, zeigen sie doch das städtische Leben in verschiedensten Kontexten und über zeitliche Grenzen hinweg! Somit sind und bleiben sie Orte der Identität(en) sowie das "Gedächtnis" einer Stadt und ihrer Menschen.

Auf diese Fragen richtete die 23. Internationale Tagung des Vier-Länder-Netzwerkes der bayerischen, böhmischen, oberösterreichischen und sächsischen Museumsfachleute (kurz: BBOS) ihren Fokus. An der Tagung, die im Herbst 2014 vom Verbund Oberösterreichischer Museen gemeinsam mit dem Museum Innviertler Volkskundehaus in Ried im Innkreis ausgerichtet wurde, nahmen etwa 100 Besucherinnen und Besucher aus Österreich, Deutschland und Tschechien teil.

Die Beiträge dieser Tagung liegen nunmehr in einem durchgängig zweisprachigen Band in Deutsch und Tschechisch zum Nachlesen vor. Neben aktuellen themenrelevanten Berichten aus den Partnerländern und mehr als zehn Vorträgen zum Thema mit konkreten Beispielen aus den jeweiligen Ländern wurden im Rahmen einer Postersession zwölf weitere Museumsprojekte von städtischen Museen vorgestellt, die allesamt im Tagungsband nachzulesen sind.

Der 160 Seiten umfassende Tagungsband ist kostenlos und kann beim Verbund Oberösterreichischer Museen bestellt werden.

Tel.: +43 (0)732/68 26 16
E-Mail: office(kwfat)ooemuseumsverbund(kwfdot)at

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