Kategorisierung des mobilen Kulturgüterbestandes

Seit 2004 widmet sich der Verbund Oberösterreichischer Museen in einem langfristig konzipierten Projekt den Sammlungen oberösterreichischer Museen.

Um Einblicke in die vorhandenen Sammlungsbestände der Museen zu erhalten, wird eine Grundlagenerhebung der Museumsinventare und Sammlungen durchgeführt, die unter dem Titel "Kategorisierung des mobilen Kulturgüterbestands im Bundesland Oberösterreich" firmiert.

Im Rahmen des Projekts wird die Zahl der vorhandenen Kulturgüter in den Museen erhoben und deren Zustand untersucht. Abgeleitet aus dieser Erfassung wird festgestellt, welche Sammlungen zukünftig prioritäre Aufmerksamkeit genießen müssen und welche Schwerpunktthemen daraus abgeleitet werden können.

Zielsetzungen

  • Entwicklung von Sammlungsstrategien
  • Impulse für Inventarisierungs- und Digitalisierungsvorhaben
  • Wissenschaftliche Unterstützung bei der Sammlungsbetreuung
  • Effiziente Museumsberatung
  • Impulse für thematischen Schwerpunktsetzungen

Schwerpunkte der Grundlagenerhebung bilden die vielen ehrenamtlich geleiteten Heimat- und Regionalmuseen. Das Projekt hat bisher mehr als 80.000 Museumsobjekte in rund 85 Museen erfasst. Dazu kommen noch mehr als 280 Sammlungen, Konvolute und Ensembles. Darunter fallen auch Archivkonvolute und Fotosammlungen, aber auch archäologische oder naturkundliche Sammlungen.

Ansprechpartner
Dr. Christian Hemmers
Kontakt

Oberösterreich-Thesaurus

Gleichzeitig entwickelt sich durch das Kategorisierungsprojekt ein umfassendes Beschlagwortungsysstem für die wissenschaftliche Benennung von Kulturgütern. Der so genannte "Oberösterreich-Thesaurus" umfasst aktuell mehr als 7000 Begrifflichkeiten zu Museumsobjekten.

Der "Oberösterreich-Thesaurus" ist ein wissenschaftliches Fachvokabular, das die Basis einer einheitlichen wissenschaftlichen Bearbeitung der Museumslandschaft Oberösterreichs erlaubt. Dies ist insofern entscheidend, da zur Inventarisierung ein umfangreiches, wissenschaftlich gestütztes Vokabular erforderlich ist. Die Museumsobjekte werden durch diese Systematik nicht nach ihrer Beschaffenheit, Qualität oder ihren künstlerischen Eigenschaften geordnet, sondern über ihre Nutzung und Funktion.

Um innerhalb der Museumslandschaft einen allgemeinen Standard und eine Einheitlichkeit zu gewährleisten, wird der "Oberösterreich-Thesaurus" als work in progress kontinuierlich erweitert und Museen zur Inventarisierung der Sammlungsbestände zur Verfügung gestellt.

Der Oberösterreich-Thesaurus Version 1.1 steht hier zum Download bereit.