Schnopfhagenmuseum
Das Schnopfhagenmuseum in Oberneukirchen ermöglicht anhand ausgewählter Exponate
und audiovisueller Vermittlung in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen
Wohnhauses der Familie Schnopfhagen einen breiten Zugang zu Persönlichkeit und
Schaffen des Komponisten der Oberösterreichischen Landeshymne. Persönliche
Gebrauchsgegenstände, Möbel, Musikinstrumente und historische Portraits sind dabei
ebenso zu bestaunen wie ein 1933 vom Lehrer Franz Mohl erstellter Stammbaum, der
gleichsam einem Flügelaltar neu gestaltet wurde und durch Ergänzung mit der
Portraitgalerie der Familie Schnopfhagen an Lebendigkeit gewinnt.
Schnopfhagens Mundartgedichte, die humorvoll und pointiert Bilder aus dem Mühlviertler Alltag erzählen, können an Hörstationen nachvollzogen werden, ebenso seine musikalischen Werke. Breiter Raum ist auch der Entstehung der Landeshymne gewidmet. Musikalische Interpretationen von der Orchesterfassung bis zur Jazz-Version erfüllen auf Knopfdruck den gesamten Ausstellungsraum mit Klangfarben. Schnopfhagens Präsenz im kulturellen Leben Oberneukirchens spiegelt sich auch in der Gründung des "Schnopfhagen Liederkranzes" im Jahr 1873 wider. Das Vereinsleben wird anhand von Objekten, Chroniken und Bildern erzählt.
Eine weitere Besonderheit besteht auch in der zukünftigen Betreuung des Museums. Eine Partnerschaft des Kulturvereins mit dem Diakoniewerk Gallneukirchen fördert die integrative Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung, die im Museum aktiv mitwirken.
