Quelle:Bundesverband Museumspädagogik, Deutscher Museumsbund

Kulturvermittlung

Eine der von ICOM definierten Aufgaben eines Museums ist das "Bekanntmachen" von "materiellen und immateriellen Zeugnissen von Menschen und ihrer Umwelt". Aus diesem Grund kommt der Kulturvermittlung ein besonderer Stellenwert zu. Sie übernimmt dabei die Aufgabe, wissenschaftliche Erkenntnisse und Informationen zu den Objekten und Themen im Rahmen von Ausstellungen einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen.

Zum mittlerweile sehr umfangreichen und immer wichtigeren Tätigkeitsfeld der Kulturvermittlung im Museum gehört aber nicht nur die klassische Führung durch die Ausstellung, sondern unter anderem auch

  • Bildungsinhalte in Übereinstimmung mit dem Museumsleitbild zu entwickeln,
  • das Publikum zu analysieren, um zielgruppenorientierte Programme zu entwickeln
  • sowie die angebotenen Vermittlumgsangebote regelmäßig zu evaluieren und bei Bedarf zu überarbeiten.

Zur Information und weiteren Diskussion über qualitätvolle Vermittlungsarbeit im Museum haben der Deutsche Museumsbund sowie deutsche, österreichische und schweizerische Kulturvermittlungsverbände einen Leitfaden herausgebracht:


Anhand allgemeiner Erläuterungen und praktischer Checklisten zu den verschiedensten Arbeitsfeldern wird damit ein nützlicher Handlungsrahmen bzw. eine Orientierungshilfe für die musealen Vermittlungsaufgaben, einer der Säulen der Museumsarbeit, gegeben.


Berufsbild Kulturvermittler/in

Eine aktuelle Entwicklung in der Kulturvermittlung in Österreich ist die Definition des Berufsbildes Kulturvermittlerin bzw. Kulturvermittler. Dieses wurde im Vorfeld des Österreichischen Museumstages bei der ICOM CECA Preconference in Steyr am 11. Oktober 2017 durch den Österreichischen Verband der KulturvermittlerInnen und ICOM CECA beschlossen.