Barrierefreiheit im Museum - Inklusion

Rollstuhlgerechte Museumsräume sind zweifelsohne wichtig. Doch Barrierefreiheit im Museum bedeutet viel mehr als das Vorhandensein von Aufzügen, Treppenliften, Auffahrtsrampen oder behindertengerechten Toilettenanlagen.

Der Bogen spannt sich von barrierefreien Homepages bis hin zu auch für Rollstuhlfahrer gut einsehbaren Vitrinen, von leicht verständlich formulierten Ausstellungstexten bis hin zu maßgeschneiderten Angeboten für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps wie Beeinträchtigungen beim Sehen oder Hören. Dies soll möglichst allen den Zugang zu den Themen und Inhalten eines Museums ermöglichen. Daher ist mehrheitlich nicht mehr von Barrierefreiheit, sondern von Inklusion im Museum die Rede.

Der 2013 erschienene Leitfaden des Deutschen Museumsbundes gibt nun viele praktische Hinweise und Anregungen auf dem Weg zum "inklusiven Museen", etwa was die personelle, sensorische oder mediale Vermittlung betrifft. Aber auch Tipps zur adäquaten grafischen Gestaltung (z. B. Schriftart und -größe) und zur richtigen Anbringung von Texttafeln, Erläuterungen zur optimalen Höhe von Vitrinen oder einer besucherfreundlichen Wegführung im Museum sind dem Leitfaden zu entnehmen. In einem ersten Schritt geht es aber v. a. darum, seinen Blick für die zahlreichen Barrieren, die in Museen oft vorhanden sind, zu schärfen und sensibel dafür zu werden.

2015 war Barrierefreiheit und Inklusion das Jahresthema in der österreichischen Museumslandschaft.

Den Volltext Das inklusive Museum - Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion  finden Sie in der Handreichung des Deutschen Museumsbundes.


Zahlreiche Tipps und Informationen zum Thema Barrierefreiheit gibt auch die Homepage www.museumspraxis.at des Museumsbundes Österreich.

Informationen zum Gesetz Barrierefreiheit sind auf der Website des Sozialministeriums zusammengefasst: 
http://www.sozialministeriumservice.at/site/Behindertengleichstellung/Barrierefreiheit