Schwertarm, Zeichen der Gerichtsbarkeit, Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

© Verbund Oö. Museen

Mühlviertler Schlossmuseum

Kontakt und Öffnungszeiten

Schlosshof 2
4240 Freistadt

Ausgezeichnet mit dem
Österreichischen Museumsgütesiegel

Registriertes Museum

Mitglied beim Verbund Oberösterreichischer Museen


www.oberoesterreich.at/freistadt

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 14:00 - 17:00 Uhr

Juni bis September
Montag bis Freitag: 9:00 bis 17:00 Uhr durchgehend

Führungen für Gruppen ab 8 Personen
und nach Vereinbarung
Gruppenführungen ab 10 Personen sind aber auch zu diesen Zeiten nach telefonischer Voranmeldung jederzeit möglich

Eintritt:
Erwachsene: 6,00
Ermäßigt für Pensionisten, Gruppen): 4,00
Kinder unter 6 Jahre frei
Kinder ab 6 bis 15 : 1,00
Sonderausstellungen 3,00
Familien ( 2 Erwachsene + Kinder unter 15 Jahren): 8,00
Führung je Gruppe: 15,00

Auskunft:
Fritz Fellner
Walter Pils

Träger:
Verein "Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt"

Veranstaltungen

Beschreibung

Das Gebäude, das die umfangreiche Sammlung von mehr als 20.000 Objekten beinhaltet, ist das ehemalige Freistädter Schloss, dessen Errichtung in das 14. Jahrhundert zurückreicht. Der Auftraggeber war Herzog Rudolf IV. Das Schloss war seit 1398 Verwaltungszentrale der Herrschaft Freistadt. Das Schicksal des Schlosses lag darin, dass es nach seiner Fertigstellung immer wieder die Besitzer wechselte. 1700 beispielsweise verkaufte Kaiser Leopold I. das Schloss an den Grafen Harrach, 1778 ging es durch Heirat an die Adelsfamilie Kinsky über, ehe es 1798 an die Stadt Freistadt verkauft wurde. In der Folgezeit diente es als Kaserne und ging 1918 in den Besitz der Republik Österreich über.

Im Jahr 1921 begann mit der Gründung des Heimatbundes Alt-Freystadt die museale Sammlungstätigkeit. Im Zuge dessen wurde 1926 in der Schlosskapelle ein erstes Museum eingerichtet. Nach der Adaptierung des Bergfrieds für museale Zwecke konnte das Museum 1949 neu eröffnet ewerden. 1952 wurde das Schlossmuseum Freistadt vom Land Oberösterreich übernommen und bis zum Jahr 2000 verwaltet. Seit 2000 führt der Verein "Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt" die Sammlungen, wobei die fachliche Betreuung der Museumsbestände durch die Oberösterreichischen Landesmuseen erfolgt.

Das Schlossmuseum in Freistadt umfasst vier große Schwerpunkte: Volkskunde, Handwerk, Hinterglasmalerei sowie Zoll- und Finanzgeschichte. Die österreichweit bedeutendste und vor allem größte Hinterglasmalereisammlung mit über 500 Exponaten befindet sich in der ehemaligen Schlosskapelle. Die Hinterglasbilder stammen vorwiegend aus Sandl und Buchers. Die ältesten wurden in der Zeit um 1780, die jüngsten in den 1930er Jahren hergestellt. Die Hinterglasbilder sind chronologisch geordnet und zeigen überwiegend religiöse Motive.

Der Schwerpunkt Handwerk konzentriert sich vor allem auf Werkstücke und Werkzeuge verschiedener Handwerkszweige, wie etwa Schlosser, Hafner, Hutmacher und andere. Wesentliches zur Geschichte des Handwerks erfährt man in der Zunftstube, wo eine umfangreiche Sammlung an Zunftladen, Zunftfahnen und Zunftzeichen zu bestaunen ist. Ein Humpen der Freistädter Weberzunft aus dem Jahr 1574 zählt dabei zu den besonders hervorzuhebenden Exponaten.

Die volkskundliche Sammlung des Freistädter Museums gehört sicher zu den Höhepunkten der oberösterreichischen Museumslandschaft. Ob Darstellungen zum Brauchtum rund um Geburt, Hochzeit und Tod, Werken der Plastik und Malerei als Zeugnisse der Volksfrömmigkeit, Exponaten zum mittelalterlichen Rechts- und Gerichtswesen, Trachten, Goldhauben oder Objekten rund um die Themen Schule und Freizeit, das Mühlviertler Schlossmuseum bietet eine kompakte Fülle an besonderen Stücken.

Die zoll- und finanzgeschichtliche Sammlung bietet einen chronologischen und sachbezogenen Überblick über die Geschichte des oberösterreichischen Finanz- und Zollwesens. Bemerkenswert sind die prächtigen Amtschilder von Finanzdienststellen der letzten zwei Jahrhunderte sowie die Beamtenuniformen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in unsere Zeit.

Einen Höhepunkt des Schlossmuseums bildet die so genannte Türmerstube, die im Originalzustand erhalten ist. Von hier aus bietet sich den Gästen auch ein wunderbarer Blick auf Freistadt und die Umgebung.
Verschiedene Sonderausstellungen, sachkundige Führungen, besondere Veranstaltungen und museumspädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche ergänzen das ständige Angebot und machen den Museumsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Linktipps forum oö geschichte:

Dokumentationen von Sonderausstellungen:

"Mit Richtrad und Schwert. Die Rechtsprechung und ihre Heiligen" im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt (8. Juni-2. November 2011)

"Die Zivilverwaltung Mühlviertel 1945-1955 und Johann Blöchl" (27. Juni 2015 bis 30. August 2015)

Ausstellungsdokumentationen zum 5-teiligen Ausstellungszyklus "Freistadt im Ersten Weltkrieg" anläßlich 100 Jahre Erster Weltkrieg:

Dokumentation zur Fotoausstellung "Arbeit im Wandel der Zeit" (05. Dezember 2015 bis 31. Jänner 2016)

"90 Jahre Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt" (25. Juni bis 26. Oktober 2016)

"Vom Kienspan zur Leuchtdiode. Beleuchtung im Wandel der Zeit" (10. Dezember 2016 bis 5. Februar 2017)

 "Freistädter Komponisten" (24. Juni bis 26. Oktober 2017)

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