Stube im Bauernmöbelmuseum Hirschbach

© Verbund Oö. Museen

Bauernmöbelmuseum Hirschbach

Kontakt und Öffnungszeiten

Museumsweg 7
4242 Hirschbach im Mühlkreis

Ausgezeichnet mit dem
Österreichischen Museumsgütesiegel

Registriertes Museum

Mitglied beim Verbund Oberösterreichischer Museen


www.oberoesterreich.at/hirschbach

Öffnungszeiten:
1. Mai bis 31.Oktober
Dienstag bis Samstag 14:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr

Außerhalb dieser Zeiten sind Besichtigungen nur nach Voranmeldung möglich.

Während der Weihnachtsausstellung
Samstag, Sonntag und Feiertag 14:00 - 17:00 Uhr
außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Am 24., 25. und 31. Dezember ist das Museum geschlossen

Eintritt:
Preise inkl. Führungen
Erwachsene: 3,00
Kinder von 7 bis 14 Jahre: 1,50
Pensionisten: 2,50
Familienkarte: 7,00
Gruppen ab 8 Personen: 2,50

Auskunft:
Josef Plöchl, Obmann, Tel.: 07948/541, privat 0664/22 30 330
Johann Pammer, Kustos, Tel.: 0664/44 53 982
Gerlinde Vorholzer, Kustodin, 07948/541 oder 0680/1161998
Ing. Karl Himmelbauer, Leiter Sonderausstellungen, Tel.: 07948/220
Tourismusbüro Kräuterkraftquelle, Tel.: 07948/55 895
Gemeindeamt Hirschbach, Tel.: 07948/87 01

Träger:
Verein der Freunde der Hirschbacher Bauernmöbel

Veranstaltungen

Beschreibung

Zu den bekanntesten Kunstprodukten des Mühlviertels zählen neben den Hinterglasbildern aus Sandl auch die berühmten Bauernmöbel aus Hirschbach. Entstanden ist dieser Möbeltypus aus der Not der Zimmerleute dieser Gegend, die in den Wintermonaten oft keine Arbeit hatten. Hinzu kam, dass die Leute in Hirschbach im 18. und 19. Jahrhundert alles andere als begütert waren, sodass diese Notlage erfinderisch machte. Die Zimmerleute fertigten daher während des Winters immer wieder Möbel, obwohl dies verboten war und streng bestraft wurde. Von den bekannten Zimmerleuten sind vor allem die Werke der Familie Ecker aus Unterhirschgraben hervorzuheben. Geschnitzte und bemalte Rüstbäume zieren auch heute noch das Antlitz der Gemeinde Hirschbach.

Prachtvolle Bauernmöbel
Die Produktion der prachtvollen Bauernmöbel erreichte in Hirschbach im Mühlkreis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Unter der Bezeichnung Hirschbacher Bauernmöbel erlangten die Truhen, Kästen, Schüsselkörbe, Tische, Bänke und Betten Weltruf und sind heute begehrte Sammlerobjekte. Zu den besonderen Kennzeichen und Merkmalen dieser Möbel zählen die reiche, prächtige und kunstvolle Ornamentik, das Hirschbacher Sträußl, die rote Rocaille, Reitermotive sowie Marmorierungstechnik, Furniermalerei und Scheinintarsien.

Zeugnisse des Alltagslebens
Im Jahr 1991 konstituierte sich der "Verein der Freunde der Hirschbacher Bauernmöbel", der heute rund 560 Mitglieder zählt und 1992 das Hirschbacher Bauernmöbelmuseum eröffnen konnte. In insgesamt neun Schauräumen werden auf zwei Stockwerken nicht nur 90 wertvolle Einzelobjekte präsentiert, die Aufmerksamkeit wird auch auf den Wohnbereich und die sozialen Verhältnisse der Menschen von damals gelenkt. Eine liebevoll eingerichtete Stube, die zu früheren Zeit der wichtigste Ort der Kommunikation der Menschen war, und eine Schwarze Kuchl befinden sich ebenso im Erdgeschoß wie ein großzügig gestalteter Sonderausstellungsraum.

Volkskunst
Über eine Treppe gelangen die Besucherinnen und Besucher in die Obere Stube, die einst das schönste Zimmer im gesamten Haus war. Dort entfaltet sich in den kostbaren Objekten der Reichtum der kunstvollen Schöpfungen Hirschbacher Zimmermannsleute und Tischler aus der Umgebung. Ergänzt werden diese Objekte durch eine große Zahl an Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag. Zeugnisse religiöser Volkskunst sind ebenso zu finden wie Trachten, Keramikobjekte und anderes mehr.

Franz von Zülow
Eine weitere Besonderheit des Bauernmöbelmuseums ist eine Dauerausstellung, die dem Maler und Grafiker Franz von Zülow (1883-1963), Ehrenbürger der Gemeinde Hirschbach, gewidmet ist. Sie repräsentiert die künstlerische Vielfalt seiner Arbeiten. In Jahreszyklen werden auch Sonderausstellungen über Franz von Zülow mit thematischen Schwerpunkten seines künstlerischen Schaffens gestaltet.

Jährliche Sonderausstellungen
Zusätzlich zur Dauerausstellung bietet das Museum jährlich mehrere Sonderausstellungen an, die verschiedene Besuchergruppen ansprechen sollen. Dem Jahreslauf entsprechend erfreuen sich die Sonderausstellungen zu Ostern und zu Weihnachten besonderer Beliebtheit. Ergänzend dazu werden Dichterlesungen und musikalische Veranstaltungen angeboten.

Museums- und Kräuterstadel
Im Jahr 2002 konnte neben dem Museum nach mehrjähriger Sanierung der so genannte "Museums- oder Kräuterstadl" eröffnet werden. Hier ist die "Kräuterkraftquelle Hirschbach" untergebracht. Der Hirschbacher Kräuterstadel wartet mit einer Fülle von Produkten aus der Welt der Biokräuter auf, die im Hirschbacher Kräuterladen angeboten werden. Es eröffnet sich eine Welt der heimischen Düfte, Pflegeprodukte und Tees.

Das Hirschbacher Bauernmöbelmuseum bildet so eine einzigartige Symbiose aus Volkskunst, Kultur, Tradition, einer Kraftquelle aus Kräutern und Kräuterprodukten eingebettet in die malerische Landschaft des Mühlviertels.

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Bauernmöbelmuseum Hirschbach
Museumsweg 7
4242 Hirschbach im Mühlkreis
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