Stadtmuseen Wels - Burg / Stadtgeschichte, Landwirtschaftsgeschichte, Österreichisches Gebäckmuseum
Kontakt und Öffnungszeiten
Burggasse 13
4600 Wels
Telefon: 07242/235-7350 Rezeption Burg
Fax: 07242/235-6970
E-Mail: m(vpsat)wels.gv(vpsdot)at
Homepage: www.wels.at
- Bezirk: Wels-Stadt
- Museumsradwege: Radweg Linz Steyr Wels
- Sammlungsschwerpunkte: Geschichte, Handel, Handwerk, Kunst, Kunstgewerbe, Landwirtschaft, Religion, Volkskunde, Alltagskultur, Zeitgeschichte
- Museumskategorien: Geschichtsmuseum
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag 14.00 - 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertag 10.00 - 16.00 Uhr
Montag (auch wenn Feiertag) geschlossen.
Führungen und museumspädagogische Angebote nach Voranmeldung
Eintritt:
Einzeleintritt
Erwachsene: 4,15
Kinder, Senioren, Studenten, Präsenz- und Zivildiener: 1,60
Familienkarte: 8,20
Gruppenpreis
Erwachsene: 2,90
Kinder, Senioren, Studenten,
Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener: 1,25
Jahreskarte
Erwachsene: 8,20
Kinder, Senioren, Stundenten,
Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener: 3,25
Familienkarte: 16,35
Führungen: Anmeldung erforderlich
Führungsdauer: ca. 1,5 Std. (auch Teilbereiche können gezeigt werden)
Gruppen ab 20 Erwachsene: 0,90 p. P.
Einzelpersonen pauschal: 18,00
Schülergruppe ab 10 Personen: 0,90 p. P.
Kindergartengruppe: kostenlos
Museumspädagogisches Programm
für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: 3,25 p.P.
Kindergeburtstag im Museum (mit Betreuung; max. 11 Kinder): 75,60
Familienprogramm kostenlos (nur Eintrittspreis)
Auskunft:
Dr. Renate Miglbauer, Tel.: 07242/235-6940
Mag. Ingeborg Micko
Träger:
Stadt Wels
Beschreibung
Die Burg Wels, vor dem Jahr 1000 im Südosten der ehemaligen römischen Stadt Ovilavis errichtet, beherbergt heute eines der spannendsten Stadtmuseen Oberösterreichs. Die Burg, die ab dem 12. Jahrhundert im Besitz der Habsburger war und unter Kaiser Maximilian I. einen spätgotischen Umbau erfuhr, vermittelt heute ein interessantes Bild der Stadt- und Landwirtschaftsgeschichte. 1000 Jahre wechselvolle Geschichte der Stadt und ihrer Einwohner werden den Besucherinnen und Besuchern ausgehend vom Mittelalter über die Bauernkriege, Renaissance, Barock- und Biedermeierzeit bis zur Gegenwart anhand von Exponaten, Modellen und audiovisuellen Mitteln anschaulich vermittelt.
Stadtgeschichte
Die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte führt den Besucher chronologisch durch die
Epochen der Stadtentwicklung mit ihren markanten politischen Einschnitten, vom Jahr
ihrer ersten Erwähnung 776 an bis in die Zeitgeschichte. Aus der Zeit Kaiser
Maximilians I., dem die Burg Wels gehörte und in der er auch 1519 starb, finden
sich stumme Zeugen seines Wirkens und nehmen Bezug auf die besondere Bedeutung für
die Stadt. Das Stadtrichterschwert, das Freiheitenbuch der Stadt oder das Modell
des Leichenzugs des Letzten Ritters sind nur einige Exponate, die erwähnt werden
müssen. Die Zeit der Bauernkriege wird durch einen gelungenen Multimedia-Einsatz
lebendig. Die Epoche des Barock wird anhand der Zunftkultur und der reichhaltigen
Kunst- und Kunstgewerbesammlung dokumentiert. Besonders hervorzuheben ist auch die
Sammlung Krackowizer, die mit herausragenden Exponaten aus der Zeit des Biedermeier
Aufmerksamkeit erregt. Das 19. Jahrhundert ist mit den Themen Wohnkultur, Verkehr,
Wirtschaft und Stadtentwicklung ein weiterer Höhepunkt.
Agrargeschichtliche Sammlung
Wels und sein Umland sind seit jeher eng mit der Landwirtschaft verbunden und so
findet sich im Stadtmuseum ein weiterer Schwerpunkt, nämlich die
agrargeschichtliche Sammlung. Anders als Museen, die landwirtschaftliches Gerät und
Kulturgut präsentieren, wird der Schwerpunkt bei der Präsentation von Objekten und
Materialien im historischen und sozialen Kontext gesetzt. In dieser Art und
Zusammensetzung zählt die Sammlung zu den bedeutendsten in Österreich. Die reiche
Sammlung stellt die vielen Arbeitsweisen ebenso vor wie Hofformen, Werkzeuge und
landwirtschaftliche Gerätschaften.
Das Interieur eines alten Kaufmannsladens der Welser Familie Blaimschein, präsentiert einen weiteren Anziehungspunkt - Wels als Handelsstadt.
Österreichisches Gebäckmuseum
Das Österreichische Gebäckmuseum präsentiert in einer sehr ansprechenden
Präsentation eine reiche und einzigartige Gebildbrote-Sammlung, die auf Prof. Ernst
Burgstaller zurückgeht. Die Formen der Gebildbrote unterscheiden sich nach den
jeweiligen Festen im Jahreslauf. Beispielsweise bekamen die Knaben zur Osterzeit
einen Osterstrizel, den Mädchen hingegen schenkte man geflochtene Kränze, so
genannte Schiedeln. Ein weiteres Beispiel für die Wertschätzung des Brotes ist das
traditionell in Oberösterreich bekannte Störibrot, das zur Weihnachtszeit in
gemeinsamer Runde gegessen wurde und Kraft und Stärke symbolisiert.
Vermittlung - oder selbst die Geschichte erforschen
Die Vermittlungsprogramme mit dem Titel "Burgforscher" und "Wels als Marktstadt"
sind altersgerecht aufbereitet. Ein besonderes Angebot wartet auf Familien: mit
einer Tasche, die an der Kassa des Museums abgeholt werden kann, beginnt man seine
Rätselreise durch das Museum. In der Tasche finden sich als Unterstützung für so
manche Frage auch Lupe, Messband und CD-Player, um beispielsweise die Fragen zu
klären, wie Kinder im Biedermeier spielten oder was in früheren Zeiten Schweine auf
dem Stadtplatz machten. Oder man macht sich auf die Suche, wenn es gilt, anstelle
einer Milch-Tetrapackung den Milchbehälter früherer Jahrzehnte in den
Ausstellungsräumen zu suchen.
Das Angebot des Welser Stadtmuseums wird durch einen Museumsshop, eine umfangreiche Bibliothek und eine vielfältige Publikationstätigkeit ergänzt.
Linktipp Forum Oberösterreich
Geschichte
Beitrag zur Zeit Kaiser
Maximilians I. in Oberösterreich
Virtueller Rundgang durch die Sonderausstellung "Tonspuren - Geschichte des Hafnerhandwerks in
Oberösterreich" in den Stadtmuseen Wels - Burg (1. Juni-4. November
2007)
Virtueller Rundgang durch die Sonderausstellung "Das bisschen Haushalt ... - Geräte und
Techniken im Wandel" in den Stadtmuseen Wels - Burg (25. Juni-26.
Oktober 2008)
Burggasse 13
4600 Wels
