K-Hof Kammerhofmuseen Gmunden

Kontakt und Öffnungszeiten

Kammerhofgasse 8
4810 Gmunden

Registriertes Museum

Mitglied beim Verbund Oberösterreichischer Museen


www.oberoesterreich.at/gmunden

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 13:00- 17:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 10:00-17:00 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen

Für Reisegruppen und Schulklassen sind gegen Voranmeldung auch andere Termine möglich!

Nach Angabe des Museums barrierefrei für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Eintritt:
Einmalige Eintritte:
Erwachsene: 6,00
Kinder, Jugendliche (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr), Schüler im Klassenverband: 2,00
Studenten (Vorlage Studentenausweis) und Erwachsenen in Gruppen ab 10 Personen: 4,00
Familieneintrittskarte (ohne Familienkarte des Landes): 12,00
Familieneintrittskarte (Vorlage der OÖ Familienkarte): 9,00

Jahreskarte: (übertragbar) pro Kalenderjahr: 25,00

Führungen:
Tarif für einmalige Führung (zusätzlich): 2,00 p.P.
Tarif für einmalige Führung (zusätzlich) für Schüler
im Klassenverband: 1,00

Auskunft:
Dir. Ingrid Spitzbart

Träger:
Stadtgemeinde Gmunden

Beschreibung

Die K-Hof/ Kammerhofmuseen Gmunden bieten einen chronologischen Querschnitt durch die Geschichte der Stadt und des Traunseegebiets von den erdgeschichtlichen Anfängen bis in das 21. Jahrhundert. 

Traunseeschätze
Naturraum und Bodenschätze am Traunsee beeinflussten die kulturgeschichtliche Entwicklung der Menschen im Gmundner Raum. Salz prägte über Jahrhunderte die Wirtschaft der Stadt. Traunsee-Marmor dient bis heute als wertvoller Baustein. Ton ist der Rohstoff für die Herstellung der Gmundner Keramik. Versteinerte Lebewesen aus dem Gschliefgraben sind Zeugen der wechselvollen Erdgeschichte. Traun und Traunsee, die in und nach den Eiszeiten entstanden waren, begünstigten Verkehrswege und Tourismus.

Keramik der Frühzeit
Bereits in der Urzeit war der Lebensraum am Traunsee-Nordufer sehr begehrt. Die archäologische Forschung liefert uns Zeugnisse von der Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit. Keramische Produkte brachten bereits damals Lebenskultur zum Ausdruck. Gmunden ist daher stolz auf seine jahrtausendlange Tradition des Töpferhandwerks. Das älteste vollständig erhaltene Keramikgefäß der Stadt ist 3500 Jahre alt und entstammt aus einem bronzezeitlichen Gräberfeld.

Römische Keramik
Neben der alten Salzstraße ins Aplenvorland brachten Ausgrabungen in Gmunden ein römisches Landhaus zutage. In dieser villa rustica entdeckte man Gmundens älteste Töpferwerkstätte. Darin fand man die Spindel einer Töpferscheibe, verschiedene Werkzeuge sowie die Grundmauern eines Brennofens. Scherbenfunde ermöglichten die Rekonstruktion der hier bis ins 3. Jahrhundert hergestellten und importierten Gefäße.

Johannes von Gmunden
Der Astronom und Mathematiker Johannes von Gmunden (um 1380-1442) gilt als einer der berühmtesten Söhne Gmundens. Er wirkte ab 1406 als Professor, später auch als Dekan und Vizekanzler (ab 1425) an der Universität Wien. Er dürfte der Familie Karf(f)t entstammen, deren Mitglieder bedeutende Stellungen im Salinenwesen des Salzkammergutes innehatten. Sie lebten zu dieser Zeit auf der Wunderburg am Guglberg in Gmunden. Da Johannes auch Priester war, werden in diesem Schauraum Skulpturen gotischer Sakralkunst präsentiert.

Gmunden im Mittelalter
Im Jahre 1278 erfolgte unter Kaiser Rudolf I. die Erhebung Gmundens zur landesfürstlichen Stadt. 1324 erhielt diese eine eigene Verwaltung und einen Stadtrichter als Stadtoberhaupt. Das Salinenwesen einschließlich des gesamten Kammergutes wurde von hier aus vom Salzamtmann verwaltet. Das wirtschaftliche Treiben florierte in der Folge und führte zur Organisation der Handwerker in Zünften. Erst 1625 begannen sich auch die Gmundner Hafner zu organisieren.

Bürgerspitalkirche St. Jakob
Die älteste Kirche Gmundens wurde um 1340 errichtet und gehörte zum nahe gelegenen Bürgerspital, einer sozialen Armeneinrichtung Gmundens. Ab dem 15. Jahrhundert diente sie als Hauskirche und Begräbnisstätte für Persönlichkeiten des Salzamtes im angrenzenden Kammerhof. Von 1891 bis 1911 wurde die neugotische Inneneinrichtung der Kirche in der Werkstätte des Bildhauers Josef Untersberger in Gmunden geschaffen. Die Glasfenster lieferten die Tiroler Glasmalerei Dr. Neuhauser und die Oberösterreichische Glasmalerei Linz. Bauwerk und Einrichtung stehen unter Denkmalschutz.

Glaube und Politik
Mit der Schlacht bei Pinsdorf und dem Brand des späteren Landschlosses Ort während der oberösterreichischen Bauernkriege 1625 bis 1626 rückte der Raum um Gmunden als Wohnsitz des Statthalters des Landes ob der Ens, Adam Graf Herberstorff, in den Brennpunkt der europäischen Glaubenskriege. Im Zuge der Gegenreformation kam die barocke Vorstellung von der triumphierenden Kirche ("ecclesia triumphans") auch in der Kunst zum Ausdruck. Diese erreichte in Gmunden mit dem Wirken der bedeutenden Bildhauer Johann Georg und Franz Schwanthaler einen überregionalen Höhepunkt.

Salz und Kaiser
Als Hauptstadt des kaiserlichen Kammerguts mit dem Sitz des Salzamtmannes wurde Gmunden regelmäßig von Herrschern des Hauses Habsburg besucht und war auch Drehscheibe deren internationaler Politik. Die Hierarchie in der Salzwirtschaft bedingte eine Oberschicht über dem arbeitenden Volk mit Beamten und Bürgern. Diese Gesellschaft entwickelte ihren eigenen gehobenen Lebensstil, in der die bis heute weitum bekannte Gmundner Keramik einen besonderen Stellenwert einnahm.

Kurstadt Gmunden
Der Niedergang der Salzwirtschaft und die Modernisierung des Verkehrs- und Transportwesens im 19. Jahrhundert verwandelten den Wirtschaftsstandort Gmunden in einen Freizeit- und Erholungsraum. Durch visionäre Ideen ansässiger Bürger und privater Sponsoren avancierte die Stadt zum mondänen Kurort für internationale Adelsfamilien sowie für eine bunte Gäste- und Künstlerschar. Die traditionelle Gmundner Keramik erlangte mit der Gründung der Hafnerwerkstätte Schleiß einen ihrer Höhepunkte.

Keramikstadt Gmunden
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiteten Franz und Emilie Schleiß mit international bedeutenden Künstlern in Gmunden zusammen, die auch das Kunstgewerbe des Wiener Jugendstils wesentlich prägten. Seit damals bemühte man sich von verschiedenen Seiten,  dieses Erbe zu bewahren und Kunst mit Keramikschaffen zu verbinden. So veranstaltete man bereits in den 1960er Jahren die Internationalen Keramik-Symposien. Diese erleben mit den Keramik-Symposien Gmunden seit dem Jahre 2003 einen neuerliche Belebung.

Klo & So
Als kulturhistorischer Beitrag zur Geschichte der Gebrauchskeramik präsentiert sich das Museum für historische Sanitärobjekte im K-Hof. Es beleuchtet neben der Sanitärkeramikproduktion auch den Wandel bei den Hygienestandards und vermittelt zudem auch eine spannende wie originelle Geschichte rund ums so genannte "Stille Örtchen". Auch wenn die Erfindung des neuzeitlichen Wasserklosetts bereits in das ausgehende 16. Jahrhundert datiert, dauerte es noch lange, bis es Leibstühle, Zimmerklosets oder Nachttöpfe in den Haushalten verdrängen sollte. Die Exponate des Museums sind Leihgaben der Firma Laufen. Laufen erzeugt und vertreibt weltweit Sanitärkeramik, Bademöbel und Accessoires.

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K-Hof Kammerhofmuseen Gmunden
Kammerhofgasse 8
4810 Gmunden
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