OÖ. Schifffahrtsmuseum
Kontakt und Öffnungszeiten
Greinburg 1
4360 Grein
Telefon: 07268/7007-18
Fax: 07268/7007-15
E-Mail: mail(vpsat)schloss-greinburg(vpsdot)at
Homepage: www.schloss-greinburg.at
- Bezirk: Perg
- Museumsradwege: Donauradweg
- Museumsstraßen: Museumsland Donauland Strudengau
- Sammlungsschwerpunkte: Technik, Technikgeschichte, Transport, Verkehr, Volkskunde, Alltagskultur
- Museumskategorien: Spezialmuseum
Öffnungszeiten:
1. Mai - 26. Oktober:
täglich 9:00 - 17:00 Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 5,00
Erwachsene in Gruppen ab 10 Personen: 4,50
Kinder ab 6 J.: 3,00
Auskunft:
Tourismusverband Grein
Schloss Greinburg Infotel. 07268-70018
Träger:
Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha’schen Familie
Beschreibung
Die mächtige Greinburg wurde zwischen 1488 und 1493 als eines der ersten Schlösser im deutschsprachigen Raum errichtet. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts erhielt das Bauwerk weitgehend seine heutige Gestalt. Grundlegende Um- und Ausbauten erfolgten in den 20er Jahren des 17. Jahhunderts, unter anderem der der Fassade vorgeblendete dreigeschoßige Säulenarkadengang im Innenhof. Erst seit 1822 ist das Herzogliche Haus Sachsen-Coburg und Gotha Schlosseigentümer. Die vierflügelige Anlage beherbergt neben den Repräsentationsräumen der Herzoglichen Familie auch das OÖ. Schiffahrtsmuseum.
Die drei Ausstellungssäle im Schifffahrtsmuseum sind der Donau, der Region
Inn-Enns-Salzach und der Traun gewidmet. Im Donausaal beeindrucken imposante
Modelle: etwa das 15 m langes Modell eines Schiffszuges, bestehend aus dem Haupt-
und sechs Nebenschiffen und 33 Schiffsreitern. Weiters gibt es Modelle eines
Viechtwängerfloßes, eines Pesterfloßes und des Holzrechens von Au an der Donau
sowie unzählige andere, längst vergangene Zeugen der Schifffahrt zu bestaunen.
Natürlich dürfen auch Modelle von Dampfschiffen nicht fehlen, so etwa jenes des
ersten Donaudampfschiffes "Maria Anna", das als erster Raddampfer seiner Art von
der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft, der größten Gesellschaft der europäischen
Binnenschifffahrt der damaligen Zeit, 1837 in Betrieb genommen wurde. Die "Maria
Anna" pendelte seit diesem Jahr zwischen Wien und Linz hin und her und benötigte
für eine Fahrt von Ost nach West 55 Stunden und 22 Minuten.
Dass die Donau bereits lange vor 1837 als Handels- und Transportweg benutzt wurde,
verdeutlichen weitere in der Ausstellung gezeigte Objekte. So werden neben "Ulmer
Schachteln", Waidzillen und Plätten verschiedene Floßarten, die oft nach ihrem
Abfahrts- und/oder Herstellungsort benannt wurden, präsentiert. Der Salzhandel und
der Kohletransport standen neben dem Transport von Holz an vorderster Stelle. Dass
sich hinter diesen Aufgabenbereichen zahlreiche Berufe verbargen, wird beim
Betrachten der Ausstellung ebenfalls deutlich: Schiffsreiter, Flößer, Schiffsbauer
u. a. werden thematisiert. In Zünften organisiert, wurde der Zusammenhalt dieser
Handwerksbereiche garantiert. Eine Zunftfahne mit dem Schifffahrtspatron St.
Nikolaus befindet sich an zentraler Stelle im größten der drei Schauräume. Dass
Schutzheilige eine sehr wesentliche Rolle im Leben dieser Männer spielten,
verdeutlicht der Heilige Nikolaus, der in unterschiedlichster Art im
Schifffahrtsmuseum vertreten ist.

Greinburg 1
4360 Grein
