Freilichtmuseum Hackenschmiede
Kontakt und Öffnungszeiten
Almeggerstraße 12
4654 Bad Wimsbach-Neydharting
Telefon: 07245/25055-0
Fax: 07245/25055-10
E-Mail: gemeinde(vpsat)bad-wimsbach.ooe.gv(vpsdot)at
Homepage: www.bad-wimsbach.at
- Bezirk: Wels-Land
- Museumsradwege: Salzkammergutradweg
- Museumsstraßen: Verband OÖ Freilichtmuseen
- Sammlungsschwerpunkte: Handwerk, Technik, Technikgeschichte
- Museumskategorien: Freilichtmuseum
www.oberoesterreich.at/wimsbach.neydharting
Öffnungszeiten:
Anfang Mai bis Ende Oktober
jeden 2. und 4. Sonntag im Monat
10:00 - 11:00 Uhr
Gruppen gegen Voranmeldung
Eintritt:
Erwachsene: 3,00
Gruppen ab 10 Personen: 2,20
Kinder bis 15 J.: 1,50
Gruppen mit Schmiedevorführung und kurzes Probieren des Schmiedens für jeden interessierten Besucher: 3,60
Gruppen mit Schmiedevorführung und längere Schmiedearbeiten der Besucher: 7,50
Auskunft:
Marktgemeindeamt Bad Wimsbach-Neydharting
Träger:
Kulturverein Bad Wimsbach-Neydharting
Kulturvermittlung
Beschreibung
Bereits im Jahr 1604 soll ein gewisser Hackenschmiedemeister Jakob Grünauer in Bad Wimsbach-Neydharting Hacken hergestellt haben. Eine erste gesicherte Erwähnung findet die Hackenschmiede im Jahr 1644 in den Wimsbacher Pfarrmatrikeln. Sie zählt somit zu den ältesten Schmieden Österreichs. Quellen belegen, dass so mancher Wimsbacher Hackenschmiedemeister bei der Ausübung dieses "ehrsamen" Handwerks Ruhm, Ansehen und beträchtlichen wirtschaftlichen Reichtum erlangen konnte.
Die seit 1978 als Freilichtmuseum geführte Hackenschmiede in Bad
Wimsbach-Neydharting zeigt in eindrucksvoller Weise die Nutzung der Wasserkraft.
Die Besonderheit besteht darin, dass es sich um eine voll funktionsfähige
wasserradbetriebene Schmiede handelt, die mit drei unterschlächtigen Wasserrädern
die Fließenergie des Wimbaches nutzt, um die Anlagen der Hackenschmiede
anzutreiben.
Das kleinste Rad betreibt den Blasebalg aus dem Jahr 1865, der für die damalige
Zeit ein besonders innovatives Arbeitsgerät darstellt, nutzt er doch zum Betrieb
ebenfalls die Wasserkraft. Der Blasebalg dient zum Einblasen von Luft in die drei
Essen, damit jene hohen Temperaturen im Schmiedefeuer erreicht werden, die das
Eisen glühend und bei über 1000 °C erweichen lassen. Das mittelgroße Rad bringt
einen Schleifstein, kombiniert mit einer Bohrmaschine, in Schwung. Die größte
Wasserradanlage mit 3,1 m Raddurchmesser, einem 6 m langen Grindel und zwei
Schwanzhämmern zählen zu den Prunkstücken des Freilichtmuseums.
Im Inneren der Schmiede können die Besucherinnen und Besucher neben den zahlreichen Werkzeugen verschiedene handgeschmiedeten Produkte bestaunen. Ein Besuch dieses Kleinods vorindustriellen Zeitalters lohnt sich in jedem Fall. Bei einer Schmiedevorführung erleben die Gäste das Verformen von glühendem Eisen und damit eine alte Handwerkskunst - wer Mut und Kraft besitzt, kann sogar aktiv mitmachen.
Almeggerstraße 12
4654 Bad Wimsbach-Neydharting
