Emailmuseum

Kontakt und Öffnungszeiten

Schlossplatz 7
4655 Vorchdorf

Mitglied beim Verbund Oberösterreichischer Museen


www.oberoesterreich.at/vorchdorf

Öffnungszeiten:
nach Vereinbarung
Anmeldung für Führungen
unter 0680 2027197 (Obmann Ammer)


Führungsdauer: ca. 30 Minuten

Eintritt:
Erwachsene: 3,00
Kinder: 0,50
Familienkarte: 6,00
Gruppen (ab 10 Personen): 2,50 p.P.
Kombikarte mit dem Heimatmuseum Vorchdorf auf Anfrage

Auskunft:
Alfred Ammer, Tel.: 07614/7322
Rudolf Hüttner, Tel.: 07614/6444

Träger:
Heimat- und Kulturverein Vorchdorf

Beschreibung

Der Künstlerin Gertrude Stöhr ist seit 1983 im "Fischerturm" in Vorchdorf ein eigenes Museum gewidmet, das mit mehr als 220 Objekten einen Einblick in das singuläre Schaffen der Emailkünstlerin gibt. Im Emailmuseum sind alle Techniken der Emailkunst - Stegemail, Zellenschmelz, Schmelzmalerei, Cloisonne, Limoges - in Fülle, Farbenpracht und Formschönheit aus allen Schaffensperioden der Künstlerin in einer Vielfalt anzutreffen, die ihresgleichen sucht.

Gertrude Stöhr stammte aus der oberösterreichischen Unternehmer- und Bierbrauerfamilie
Forstinger-Stöhr und überquerte schon früh gedanklich und geografisch die Grenzen ihres Heimatortes. Ihre Jugend verbrachte sie im ehemaligen Schloss Eggenberg. Sie studierte in Prag und Wien an der Hochschule für angewandte Kunst und entdeckte früh die Emailmalerei und Metall- Treibarbeit als ihre bevorzugten künstlerischen Ausdrucksmittel. Zu ihren Lehrern zählten u. a. Franz Cizek (1865-1946) und Albert Paris Gütersloh (1887-1973).

Weltweite Reisen, die sie in alle Erdteile brachten, formten eine begabte Künstlerin, die bei großen Ausstellungen mit ihren Arbeiten für Aufsehen sorgte. Ausstellungen in vielen Ländern formten ihren künstlerischen Ruf und zahlreiche Auftragsarbeiten, vorwiegend im sakralen Bereich, bestätigten diesen immer wieder. Nicht nur österreichische Klöster und Pfarreien gaben bei Gertrude Stöhr Kelche, Kreuze, Ziborien, Messkännchen, Taufbecken, Leuchter, Haus- und Reisealtäre und einen Bischofsstab in Auftrag.

In Österreich finden wir kostbares Kirchengerät von Gertrude Stöhr in Vorarlberg, Nieder- und Oberösterreich - in Hohenems, Bregenz, Buchs, Wiener Neudorf, Gießhübel, Linz, Kremsmünster und an vielen anderen Orten. Kremsmünster besitzt ein Reliquiar aus ihrer Hand und der Prälatenkelch von Admont ist ein Prachtwerk ihres Schaffens, für das Getrude Stöhr mehrfach ausgezeichnet wurde. Ihr Atelier betrieb sie in Wien, im 3. Bezirk, Weyrgasse 8. Ausdruck ihrer Persönlichkeit ist wohl auch die Tatsache, dass sie von 1968 bis zu ihrem Tod 1984 als 6. Präsidentin der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) vorstand.

Das künstlerische Schaffen von Gertrude Stöhr kann anhand der Vorchdorfer Sammlung nur ansatzweise erfasst werden, da die größeren und wichtigeren Arbeiten sich in den zahlreichen von ihr ausgestatteten Kirchen befinden. Dennoch begegnet den Museumsbesucherinnen und -besuchern eine hochbegabte, für die Kunst ihrer Zeit empfindsame und handwerklich meisterhaft geschulte Persönlichkeit.

Die gezeigten Objekte beeindrucken nachhaltig, einige sind von tiefempfundener Schönheit. Sie verdienten, wie die Künstlerin selbst, stärkere allgemeine Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Bedeutung des Emailmuseums liegt neben der hohen künstlerischen Qualität der Exponate auch in der Vielzahl an Ansatzpunkten, die den Besuchern das Wesen und die Bedeutung der Emailkunst erschließen. Je intensiver die Betrachtung der Objekte erfolgt, desto deutlicher wird die Vielfalt der Darstellungsmöglichkeiten, die die Emailtechnik bietet.

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Emailmuseum
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