Bezirksmuseum Braunau am Inn
Kontakt und Öffnungszeiten
Altstadt 10
5280 Braunau am Inn
Telefon: 07722/65211
Telefon: 07722/63229-0
Fax: 07722/84532
E-Mail: bezirksmuseum(vpsat)braunau.ooe.gv(vpsdot)at
Homepage: www.braunau.at
- Bezirk: Braunau
- Sammlungsschwerpunkte: Archäologie, Geschichte, Gewerbe, Handwerk, Kunst, Kunstgewerbe, Militaria, Personen, Religion, Sonstige, Volkskunde, Alltagskultur
- Museumskategorien: Geschichtsmuseum, Heimatmuseum
www.oberoesterreich.at/braunau
Öffnungszeiten:
Im Landesaustellungsjahr 2012 vom 27. April bis 4. November täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet!
Herzogsburg:
Mai bis September: Dienstag - Samstag: 14:30 - 17:00 Uhr
Juli und August: Dienstag - Samstag 10:00 - 12:00 Uhr und 14:30 bis 17.00 Uhr
Oktober bis April: Dienstag - Samstag 13:30 bis 17:00 Uhr
Heimathaus mit Glockengießerei:
Führungen Mai - September
Dienstag bis Samstag: um 13:30 Uhr
Sonntag um 10:00 Uhr und um 13:30 Uhr
Donauschwaben mit Heimatstube
Führungen nach telefonischer Vereinbarung:
Josef Frach, Tel.: 07722/87565
Eintritt:
Bezirksmuseum + Glockengießerhaus:
Erwachsene: 3,30
Gruppen ab 20 Pers.: je 2,50
Senioren: 2,00
Kinder ab 6 Jahre: 2,00
Kinder/Jugendliche/Schülergruppen
ab 10 Pers.: je 1,00
Bezirksmuseum mit Vorderbad:
Erwachsene: 4,00
Senioren & Gruppen ab 20 Pers.: 3,50
Kinder ab 6 Jahre: 2,50
Auskunft:
Peter Lorenzer
Manfred Rachbauer
Träger:
Stadtgemeinde Braunau
Kulturvermittlung
Beschreibung
Die kulturhistorischen Sammlungen der Stadtgemeinde Braunau am Inn sind in zwei
Gebäuden untergebracht, deren Geschichte bis in die Zeit der Gotik zurückreicht und
die zu den ältesten der Stadt gehören. Die Geschichte der "Herzogsburg", Altstadt
10, reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Das zur damaligen Zeit aus Holz
errichtete Haus fiel, wie viele der Gebäude um 1380, einem großen Brand zum Opfer.
Noch vor 1400 wurde das Gebäude wiedererrichtet und diente nicht so sehr als
Quartier des Herzogs bei seinen Visiten in der Stadt, sondern vielmehr als so
genannter "Kasten" der herzöglichen Verwaltung, das heißt als Ablieferungs- und
Lagerstätte für Zehent und Abgaben der Untertanen. 1779, nach der Abtretung des
Innviertels an Österreich, verlor das Bauwerk seine bisherige Bedeutung. 1973
erwarb die Stadt Braunau das Gebäude und sanierte es unter vollständiger Erhaltung
der ursprünglichen Bausubstanz mit Hilfe des Landes Oberösterreich, des damaligen
Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und der Sparkasse Braunau. 1976
konnte der ehemalige "Kasten" als Bezirksmuseum "Herzogsburg" eröffnet
werden.
Bedeutende Bildhauerkunst
Zu den beachtenswerten Exponaten des Museums zählen eine Wandelkrippe aus der
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit rund 200 Figuren, ein spätgotischer
Kruzifix aus dem Umkreis des Hans Leinberger (1480-1531) und ein Hl. Wolfgang, der
dem engsten Pacher-Kreis zuzuschreiben ist. Weitere Zeugnisse der Bildhauerkunst
finden sich in Werken der Brüder Martin und Michael Zürn und der Bildhauerdynastie
Schwanthaler, die im Figurensaal zu bewundern sind.
Archäologische Sammlung
Die archäologische Sammlung zeigt unter anderem den berühmten hallstattzeitlichen
"Uttendorfer Goldhalsring" in Kopie sowie eine seltene Schnabelkanne aus Ton.
Schautafeln informieren über die Bodenfunde aus dem Bezirk Braunau von der Ur- und
Frühgeschichte bis zur Neuzeit.
Aloys Wach
Wer sich besonders für Stadtgeschichte interessiert, wird in Plänen und Modellen
Interessantes zur Stadt Braunau entdecken und Wissenswertes zu Braunauer
Persönlichkeiten aus vergangenen Zeiten erfahren. Daneben ist eine kostbare
Sammlung von schmiedeeisernen Kreuzen von der Gotik bis zum Rokoko entdecken, einer
Schlüssel- und Schlössersammlung sowie dem Zunftwesen sind eigene Räume gewidmet.
Zudem besitzt die "Herzogsburg" eine große Sammlung von Arbeiten des Malers und
Grafikers Aloys Wach (1892 -1940), dessen starkes expressionistisches Frühwerk von
internationaler Bedeutung ist. Wach war auch maßgeblich an der Gründung der
Innviertler Künstlergilde beteiligt war.
Glockengießerhaus
Das "Glockengießerhaus" steht in der Johann-Fischer Gasse in Braunau. Die Gründung
des seit 1917 dort untergebrachten Heimatmuseums geht auf den bedeutenden
Heimatforscher, Archäologen und akademischen Maler Hugo von Preen (1854-1941)
zurück, dem auch eigene Gedenkräume gewidmet sind. Das bemerkenswerte in diesem
alten und architektonisch interessanten Handwerkerhaus ist vor allem die im
Originalzustand erhaltene Glockengießerwerkstatt aus der Zeit um 1380/90, die in
ihrer Art und aufgrund ihres Alter im deutschen Sprachraum einzigartig ist. Eine
Rauchküche und eine Bürgerstube mit Möbeln aus der Barock- und Biedermeierzeit sind
weitere Höhepunkte der Präsentation. Thematisiert wird auch die bedeutende, aus
Bayern stammende Schiffmeisterfamilie Fink. Eine rechhaltige und kostbare Sammlung
von Objekten des Volksglaubens rundet die Präsentation ab.
Altstadt 10
5280 Braunau am Inn
