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Im Rahmen des Österreichischen Museumstages in Linz wurden am 16. Oktober 2009 die Österreichischen Museumsgütesiegel verliehen. Das Gütesiegel ist als Lohn für die qualitätvolle Arbeit der Museumsbetreiber zu verstehen und soll zudem einen klaren Auftrag für die Zukunft darstellen. 96 Museen bekamen das Gütesiegel für fünf Jahre verlängert. Unter den sieben neu ausgezeichneten Museen befindet sich auch eines aus Oberösterreich: das Museum Mechanische Klangfabrik in Haslach, das sich durch eine besonders engagierte Arbeit in der oberösterreichischen Museumslandschaft hervortut. Auszeichnung für qualitätvolle Museen Die Bezeichnung „Museum“ ist in Österreich durch kein Gesetz definiert und somit nicht geschützt, daher kann sich letztlich jeder „Museum“ nennen, der Gegenstände jeglicher Art zur Schau stellt. Um „echte“ Museen vom Wildwuchs abzugrenzen, wurde das Museumsgütesiegel eingeführt, welches ICOM Österreich (International Council of Museums, Nationalkomitee Österreich) nach internationalen Richtlinien ausgearbeitet und gemeinsam mit dem Österreichischen Museumsbund beschlossen hat. Ziel war und ist es, dass ein „richtiges“ Museum Verantwortung zur Bewahrung des kulturellen Erbes übernimmt und die Besucherinnen und Besucher in einem „ausgezeichneten“ Museum ein Mindestniveau an Präsentation und Serviceleistung erwarten dürfen. Für die Erlangung des Österreichischen Museumsgütesiegels, das seit 2002 verliehen wird, sind aber auch zahlreiche weitere Mindeststandards wie etwa eine verbürgte Öffentlichkeit der Sammlung, eine gesicherte rechtliche Basis sowie eine bestimmte Anzahl an Öffnungstagen pro Jahr ausschlaggebend. Zudem sind eine wissenschaftliche Registrierung und ein guter restauratorischer Zustand der Sammlung erforderlich, um das Gütesiegel zu erhalten. Engagierte Museumsarbeit All diese Kriterien erfüllt das engagiert geführte Museum Mechanische Klangfabrik in Haslach an der Mühl in hohem Maße. Dessen Entstehen ist dem Enthusiasmus des Haslachers Erwin Rechberger zu verdanken, der Musikautomaten aus ganz Europa sammelte und wieder funktionstüchtig machte. Zauberhaft und skurril Im Museum Mechanische Klangfabrik in Haslach können Besucherinnen und Besucher nun eintauchen in eine zauberhafte und manchmal auch skurrile Welt: Drehorgeln und Drehleiern, Spielwerke, Grammophone, automatische Klaviere, eine mechanische Geige, nostalgische Radios und peppige Musikautomaten illustrieren die Entwicklung der mechanischen Musikinstrumente vom Barock bis in die Gegenwart. Einst sorgten diese Automaten in Salons, Tanzsälen, Cafés und Wirtshäusern für Unterhaltung. Heute findet man sie alle versammelt in den Räumlichkeiten der ehemaligen Haslacher Textilfabrik Vonwiller, deren Bausubstanz vorbildlich revitalisiert wurde und der Mechanischen Klangfabrik nun eine Bleibe bietet. Präsentiert werden die rund 160 Objekte überaus ansprechend nach modernsten Standards. Außerdem sind alle Räumlichkeiten barrierefrei gestaltet. Ein Tänzchen gefällig? Das Besondere an der Sammlung ist aber, dass alle Automaten und Instrumente voll einsatzfähig sind und im Rahmen der spannenden Museumsrundgänge auch zum Klingen gebracht werden: Ungewohnte und vertraute Klangeindrücke lassen aufhorchen und animieren zum Wippen im Rhythmus der Musik. Und wer Lust dazu verspürt, kann zu den flotten Klängen aus den Tanzorgeln und Musikboxen auch das Tanzbein schwingen, vielleicht sogar am nachgebauten Marktplatz direkt im Museum. Das ist sicherlich ein Erlebnis der besonderen Art für Groß und Klein. Auch für Technikfans Hervorragend aufbereitete Informationen in Form knapper Raumtexte bringen neben Wissenswertem zur langen Geschichte der Musikautomatisation Spannendes über technische Funktionen und Details der einzelnen Objekte. Haben Sie etwa gewusst, dass die ersten Musikautomaten bereits in der Antike konstruiert wurden? Das und noch viel mehr können Sie im Museum Mechanische Klangfabrik erfahren. Eine Fahrt in die Museumsgemeinde Haslach lohnt sich also in jedem Fall, zumal in der Marktgemeinde an der Mühl noch eine Reihe weiterer Museen auf Ihren Besuch wartet. Und das Museum Mechanische Klangfabrik hat das sogar ganze Jahr über eine Pforten geöffnet! Kontakt: Museum Mechanische Klangfabrik Tuk Vonwiller Stelzen 16 4170 Haslach an der Mühl Telefon: 07289/71557 oder 7289/72300 E-Mail: kneidinger@boehmerwald.at Internet: www.mechanischeklangfabrik.at Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00–16:00 Uhr 24., 25. und 31. Dezember geschlossen
Anhänge:
Medieninformation Museumthema des Monats Dezember 2009
(59.2 Kb)
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