08.04.2010
- 01.08.2010
Wien - Stadt ohne Gewähr
12.06.2010
- 02.08.2010
Gemälde und Zeichnungen
13.08.2010
Vortrag: „Sprichwörtlich“
15.08.2010
Volksmusiknachmittag am Brunnbauerhof
08.07.2010
- 22.08.2010
Abend in China
| 11.07.2008: Zwei Jahre "forum oö geschichte - Virtuelles Museum Oberösterreich" |
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2 Jahre Internetportal „forum oö geschichte“ http://www.ooegeschichte.at
Musikgeschichte Oberösterreichs online!
Das Online-Portal „forum oö geschichte – Virtuelles Museum Oberösterreich“ hat sich die wissenschaftlich fundierte Darstellung der oberösterreichischen Landesgeschichte sowie die Bereitstellung eines breiten, vernetzten Wissensangebotes zur Kulturgeschichte Oberösterreichs zum Ziel gesetzt. So bestehen auch zahlreiche Recherchemöglichkeiten in mehreren Datenbanken. Die Plattform besteht nun seit etwas mehr als zwei Jahren und erfreut sich ständig steigender Beliebtheit. Getragen wird das „forum oö geschichte“ von einem breiten Kooperationsnetzwerk, in das viele Kultur- und Forschungseinrichtungen Oberösterreichs eingebunden sind. Jüngstes Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit ist die Präsentation eines Themenrundganges zur Geschichte der Musik in Oberösterreich, der dem gegenwärtigen Forschungsstand entspricht. Die letzte zusammenfassende Darstellung zur oberösterreichischen Musikgeschichte entstand vor mehr als 50 Jahren. Im „forum oö geschichte“ wurde daher nun der Vorstoß unternommen, einen aktuellen Überblick über die musikalische Landschaft Oberösterreichs zu geben, der einen Zeitraum rund 2000 Jahren umfasst.
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Zwei Jahre "forum oö geschichte"
Die Online-Forschungsplattform „forum oö geschichte – Virtuelles Museum Oberösterreich“ (http://www.ooegeschichte.at) hat sich die wissenschaftlich fundierte Darstellung und ansprechend aufbereitete Präsentation der oberösterreichischen Landesgeschichte in Form von virtuellen Epochen-, Themen- und Ausstellungsrundgängen sowie die Bereitstellung eines breiten, vernetzten Wissensangebotes zur Kulturgeschichte Oberösterreichs zum Ziel gesetzt. So bietet das Portal auch zahlreiche Recherchemöglichkeiten in der Bibliografie zur oberösterreichischen Geschichte sowie weiteren Datenbanken. Abrufbar sind zudem zahlreiche landeskundliche Periodika, wie die „Oberösterreichischen Heimatblätter“ oder – als jüngste Erweiterung – das „Historische Jahrbuch der Stadt Linz“, deren Beiträge kostenlos im Volltext zum Herunterladen zur Verfügung stehen. Das „forum oö geschichte“ spricht daher interessierte Laien sowie Heimatforscherinnen und -forscher genauso an wie die Wissenschaft.
Das Angebot kommt auch in Schulen zum Einsatz. Eine eigene Schiene für den Geschichteunterricht mit Puzzles und Quizspielen bietet das „forum oö geschichte“ unter der Rubrik „Kids“.
Seit etwas mehr als zwei Jahren besteht nun diese Online-Plattform und erfreut sich großer Beliebtheit, was die ständig steigenden Userzahlen zeigen. Neben zahlreichen Zugriffen aus Österreich, Deutschland und anderen europäischen Staaten bekunden besonders User aus den USA ständig steigendes Interesse am Angebot der Forschungsplattform.
Das „forum oö geschichte“, dessen Redaktion beim Verbund Oberösterreichischer Museen liegt, wird von einem breiten Kooperationsnetzwerk getragen, in das zahlreiche Kultur- und Forschungseinrichtungen aus Oberösterreich wie Museen und Archive – etwa die Oberösterreichischen Landesmuseen und das Oberösterreichische Landesarchiv – eingebunden sind. Als Autorinnen und Autoren der einzelnen Beiträge fungieren eine Reihe anerkannter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen. Vom Land Oberösterreich erfährt das Projekt „forum oö geschichte“, für das ständig neue Kooperationspartner gewonnen werden, besondere Unterstützung.
Musikgeschichte Oberösterreichs
Aktuelles Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit im „forum oö geschichte“ stellt der Themenrundgang zur Musikgeschichte Oberösterreichs dar, der in Kooperation mit dem Oberösterreichischen Volksliedwerk und dem Anton Bruckner Institut Linz entstanden ist. Zehn Autorinnen und Autoren konnten gewonnen werden, um mehr als 50 Jahre nach der letzten Überblicksdarstellung zur Geschichte der musikalischen Landschaft Oberösterreichs einen Themenrundgang zu verfassen, der dem neuesten Stand der Forschung entspricht. Ein Anliegen war dabei auch der interdisziplinäre Ansatz, der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen wie Musikwissenschaft, Geschichte oder Archäologie vereinte.
Der virtuelle Rundgang gliedert sich in mehrere große Bereiche: Neben Beiträgen zu den einzelnen musikalischen Epochen von der Römerzeit bis zur aktuellen Gegenwart stehen die Musikerziehung sowie die Musikpflege und -forschung im Zentrum der Betrachtung. In einem eigenen, mehrfach untergliederten Kapitel werden die Klöster in ihrer Bedeutung für die Musikpflege in Oberösterreich hervorgehoben. Als markante Persönlichkeit erfährt schließlich Anton Bruckner die ihm gebührende Würdigung.
Neben Expertenbeiträgen zeichnet sich der Online-Rundgang durch eine Fülle an Informationsmaterial aus: So stehen, zum Teil eingebunden in vier thematisch strukturierte Picture-Tours, rund 380 Fotos von Musikerpersönlichkeiten, aber auch von musikalischen Dokumenten wie Notenmaterial und Autographen, historischen Musikinstrumenten, musikalischen Denkmälern sowie historische Ortsansichten zum Betrachten bereit. Die so präsentierten Objekte stammen u. a. aus den Sammlungen der Oberösterreichischen Landesmuseen, dem Anton Bruckner Institut Linz, den Archivbeständen der Akademie der Wissenschaften und mehreren klöstlicherlichen Sammlungen. Zudem stellten verschiedene kulturelle Institutionen des Landes wie etwa das Bruckner Orchester Linz Bildmaterial zur Verfügung. Neben rund 300 Literaturhinweisen finden sich auch zahlreiche Linktipps zur weiterführenden Recherche im Internet. Als Neuheit steht im „forum oö geschichte“ ein Audioplayer zur Verfügung, der das Hören von ausgewählten Musikbeispielen in direkter Verknüpfung mit den einzelnen Textbeiträgen ermöglicht und so auch ein audio-visuelles Erleben der Musikgeschichte Oberösterreichs garantiert.
2000 Jahre Musikgeschichte
Die Geschichte der Musik lässt sich in Oberösterreich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Funde von Instrumenten und Darstellungen Musizierender belegen für Oberösterreich die wichtige Stellung der Musik im römischen Reich. Dagegen verfügen wir über die Zeit des frühen Mittelalters auch im Bereich der Musikpflege über vergleichsweise wenige Nachrichten. Um vieles ergiebiger ist die Quellenlage dagegen zum hohen und späten Mittelalter, denn zu dieser Zeit waren die zahlreichen Klöster überaus bedeutende Zentren der Musikpflege, aus denen uns wertvolle musikalische Quellen erhalten sind. Obwohl die Klöster als besondere Stätten der Musikpflege bis weit ins 19. Jahrhundert ihre bedeutende Stellung innehatten, begann sich bereits im Mittelalter eine Musikkultur abseits des kirchlichen Umfelds zu etablieren, die im Laufe der Jahrhunderte vielfältige Strömungen hervorbrachte. Gerade im 19. Jahrhundert erlangte die Musik im bürgerlichen Bildungskanon eine herausragende Stellung. In dieser Zeit wurden die Musikpflege durch Amateure sowie der Musikunterricht für Laien zu einem zentralen Anliegen, was die Gründungen von zahlreichen Musikvereinen zeigen.
Die hohe Wertschätzung der musikalischen Ausbildung ist zu einem Markenzeichen Oberösterreichs geworden, ist das oberösterreichische Landesmusikschulwerk doch Beispiel gebend für ähnliche Institutionen in ganz Europa. Daneben existieren hierzulande zahlreiche Einrichtungen der Musikpflege, die vom mehr als 200 Jahre bestehenden Landestheater Linz bis hin zum Ars Electronica Festival reichen. Und auch die Volks- und Blasmusik erfahren in Oberösterreich in zahlreichen Musikgruppen und Vereinen eine besondere Pflege.
Zu einer zeitgemäßen Musikpflege gehört auch die Aufführung neuer Werke und hier kann Oberösterreich auf international renommierte Komponistinnen und Komponisten wie Bernhard Lang oder Peter Androsch verweisen. Dabei hat Oberösterreich aber schon in den Jahrhunderten zuvor zahlreiche Komponierende hervorgebracht, wobei zuallererst natürlich Anton Bruckner zu nennen ist. Doch auch neben ihm gibt es eine Reihe von Komponisten, die sich mit qualitätvollen Werken hervorgetan haben. So werden in den letzten Jahren vermehrt Meister aus dem Barock wiederentdeckt und mit Aufführungen und Einspielungen gewürdigt, etwa Beniamin Ludwig Ramhaufski oder Joseph Balthasar Hochreither. Und gerade in den klösterlichen Musikarchiven gibt es in diesem Repertoiresegment noch zahlreiche Schätze zu heben.
All diese Aspekte kommen im neuen virtuellen Themenrundgang im „forum oö geschichte“ zur Sprache: http://www.ooegeschichte.at/index.php?id=958
KONTAKT UND INFORMATION
forum oö. geschichte/ Verbund Oö. Museen
Dr. Klaus Landa
Welser Straße 20, A-4060 Leonding
Telefon: +43/(0)732/682616 - 13
E-Mail: info@ooegeschichte.at
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