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22.10.2009: Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels 2009

Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels

„Gütesiegel als Lohn für bisherige Arbeit und Auftrag für die Zukunft“

Sieben heimische Museen beim Museumstag in Linz neu mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet. 96 Gütesiegel wurden verlängert.

Anlässlich des 20. Österreichischen Museumstags in Linz wurde am 16. Oktober 2009 im Kunstmuseum Lentos das Österreichische Museumsgütesiegel feierlich verlängert bzw. neu verliehen. 96 Museen aus ganz Österreich bekamen das Gütesiegel für fünf Jahre verlängert, sieben Museen wurde diese begehrte Auszeichnung neu bis 2014 zuerkannt:

Gailtaler Heimatmuseum – Sammlung Essl – Schloss Möderndorf in Hermagor
http://www.bezirk-hermagor.at/heimatmuseum

Eisenbahnmuseum Strasshof an der Nordbahn
http://www.eisenbahnmuseum-heizhaus.com

Geschirr-Museum Wilhelmsburg
http://www.geschirrmuseum.at  

Museum Mechanische Klangfabrik Haslach an der Mühl
http://www.mechanischeklangfabrik.at

Die Bachschmiede Wals-Siezenheim
http://www.diebachschmiede.at

Leopold Museum Wien
http://www.leopoldmuseum.org

Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
http://www.verhuetungsmuseum.at

Das Österreichische Museumsgütesiegel wird seit dem Jahr 2002 vergeben, in ganz Österreich tragen derzeit 166 Museen das nach internationalen Standards definierte Museumsgütesiegel. „Dieses Gütesiegel ist nicht nur Lohn für die bisherige Arbeit der Museumsbetreiber, sondern soll auch ein klarer Auftrag für die Zukunft sein“, erklärte Jury-Vorsitzender Gerbert Frodl (ehemaliger Direktor des Belvedere) bei der Verleihung im Linzer Kunstmuseum Lentos.

Echte Museen vom Wildwuchs abgrenzen
In Österreich ist die Bezeichnung „Museum“ durch kein Gesetz definiert und daher nicht geschützt. Die Benennung „Museum“ kann daher von jedermann ohne Einschränkung für jegliche Art von Zurschaustellung von Gegenständen etc. benützt werden. Durch die Einführung des Museumsgütesiegels, das ICOM Österreich (International Council of Museums, eine Tochterorganisation der UNESCO mit Sitz in Paris, Nationalkomitee Österreich) nach internationalen Richtlinien erarbeitet und zusammen mit dem Österreichischen Museumsbund beschlossen hat, ist es möglich, die echten Museen vom Wildwuchs abzugrenzen.

Vorteil für die Besucher
Ziel war und ist es, dass ein „echtes“ Museum eine Verantwortung zur Bewahrung des kulturellen Erbes übernimmt und dass die Besucherinnen und Besucher in einem „ausgezeichneten“ Museum ein Mindestniveau an Präsentation und Serviceleistung erwarten können. Vor allem im Hinblick auf die Besucher und den Museumstourismus werden Mindestkriterien beziehungsweise Mindeststandards, wie beispielsweise eine gesicherte rechtliche Basis, eine bestimmte Anzahl von Öffnungstagen pro Jahr, ein Mindestinformationsservice bezüglich der Ausstellungen und Ausstellungsobjekte, eine verbürgte Öffentlichkeit der Sammlung sowie deren wissenschaftliche Registrierung und restauratorischer Zustand oder eine abgesicherte finanzielle Grundbasis gewährleistet.
Die vorliegenden Richtlinien für ein österreichisches Museumsgütesiegel nehmen vor allem auf die kleinen Museen Rücksicht, setzen aber mit der im ICOM Kodex der Berufsethik festgelegten Definition eines Museums klare Richtlinien. Dort wird in Art. 2, Abs. 1 das Museum als "eine gemeinnützige ständige Einrichtung, die der Gesellschaft und ihrer Entwicklung dient, der Öffentlichkeit zugänglich ist und materielle Zeugnisse des Menschen und seiner Umwelt für Studien- Bildungs- und Unterhaltungszwecke sammelt, bewahrt, erforscht, vermittelt und ausstellt" bezeichnet. Daraus ergeben sich die wichtigsten Kriterien für die Ausrichtung unseres Qualitätssiegels.

Vorteile für die Museen
Für die Museen ergeben sich durch das Gütesiegel folgende Vorteile:

  • Die Möglichkeit, sich als "wirkliches" Museum präsentieren zu können und das Gütesiegel für argumentative Hilfe bei Beantragung von Subventionen aus öffentlichen Mitteln zu verwenden.
  • Förderer und andere Geldgeber können aufgrund dieser Kennzeichnung davon ausgehen, dass sie die richtigen Institutionen unterstützen.
  • Weiters kann dieses Museumsgütesiegel auch als Werbeträger etwa im Bereich des Tourismus wirksam eingesetzt werden: in Besuchsvorschlägen von kulturellen Einrichtungen ist durch das Museumsgütesiegel auch eine Art Garantie für die Erfüllung von Anforderungen, die an ein wirkliches Museum gestellt werden dürfen, gegeben.

Weiter Informationen auch unter:
http://www.museumsguetesiegel.at
Museumsgütesiegelverleihung an die Mechanische Klangfabrik Haslach Museumsgütesiegelverleihung - Museen Oberösterreich Museumsgütesiegelverleihung 2009 im Lentos Kunstmuseum Linz
Anhänge:
Medieninformation Museumsgütesiegelverleihung 2009 (58.8 Kb)

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