Der im Jahre 1325 erstmals beurkundete Denkmalhof Mittermayr vermittelt ein lebendiges Bild der historischen Arbeits- und Lebenswelt in einem Mühlviertler Bauernhof.
Der Pelmberghof ist ein typisches Mühlviertler Einzelgehöft in Einödlage. Ursprünglich ein so genannter Mühlviertler Dreiseithof, erfolgte im 18. Jahrhundert der Zubau eines Kastls (Mostkeller und Getreidespeicher), so wurde daraus ein Vierseithof (Doppeleinspringer). Neben dem ca. 35.000 kg schweren Strohdach fällt das typische Mühlviertler Bloßsteinmauerwerk ins Auge. Seine unveränderte und ursprüngliche Mühlviertler Bauweise veranlasste den Heimatverein Urfahr-Umgebung, den Hof als Freilichtmuseum zu erhalten, um den Besucherinnen und Besuchern Einblick in das karge bäuerliche Leben im Mühlviertel der vorindustriellen Zeit zu geben. Die noch wie früher eingerichtete Bauernstube und eine große Anzahl bäuerlicher Arbeitsgeräte und Maschinen veranschaulichen die Lebens- und Arbeitswelt der Vergangenheit. Unter Hollerstauden und Gestrüpp versteckt ist der Eingang zum Erdstall, der heute noch besteht. Es handelt sich hier um einen 18 m in den Granit gehauenen, gebückt begehbaren Fluchtstollen. In diesem geheim gehaltenen Gang versteckten sich die Hofleute bei Verfolgung, Kriegszeiten und Glaubenskrieg.
|