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Lokpark Ampflwang / Oö. Eisenbahn- und Bergbaumuseum Kommt man nach Ampflang im Hausruckwald, so ist das Areal des ehemaligen Obertaggeländes der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG (WTK) mit der alles überragenden Zentralsortierung nicht zu übersehen. Bis in die 1990er Jahre wurden in dem Gebäude die Eisenbahnwaggons mit der in der Region abgebauten Braunkohle beladen, heute beherbergt es das bemerkenswerte Oberösterreichische Eisenbahn- und Bergbaumuseum. So können in dem ältesten Stahlbetonskelettbau Österreichs die Besucher nun eine spannende Reise erleben, bei der Aufschlussreiches über die vielfältigen Verbindungen zwischen Bergbau und Eisenbahn zu erfahren ist. Und am Areal rund um das Museumsgebäude sind zahlreiche Loks und Waggons aus mehr als einem Jahrhundert Eisenbahngeschichte zu bestaunen. Geführt wird das Museum mit großem Engagement von der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG). Diese wurde 1974 mit dem Ziel gegründet, alle wichtigen Dampfloks betriebsfähig zu erhalten. Die ÖGEG feiert somit heuer ihr 35-jähriges Bestandsjubiläum. Was mit einer altösterreichischen Lok, der 76.618, begann, ist in der Zwischenzeit zu einem wahrlich beeindruckenden Lokpark angewachsen. Historische Dampflokomotiven und Waggons vom 19. Jahrhundert bis 1975 sind nicht nur im Freigelände und im Rundschuppen, sondern auch bei einer der zahlreichen Ausfahrten zu erleben. Zudem betreibt die ÖGEG die Steyrtalbahn sowie die „Schönbrunn“, das schnellste Dampfschiff der ehemaligen DDSG, welches leider vor wenigen Wochen von einem Kreuzfahrtschiff auf der Donau schwer beschädigt wurde. Symbiose von Bergbau und Eisenbahn Während der Lokpark zu einer beeindruckenden Erkundungstour im Freigelände einlädt, werden im Museumsgebäude u. a. die Geschichte des unter Maria Theresia begonnenen, nunmehr eingestellten Braunkohlebergbaus im Hausruck und das Leben der Bergleute dargestellt. Anschaulich präsentiert sind auch die Themenbereiche Vermessungswesen, Geologie und Mineralogie. Bereits seit urgeschichtlicher Zeit wurde für den Transport der Abbauprodukte im Bergbau die Schiene eingesetzt, schließlich sind Bergbau und Eisenbahn eine enge Verbindung eingegangen: Die Kohle lieferte die Energie für die Dampfmaschine, die zur Dampflok weiterentwickelt wurde. Und die ersten Bahntunnels wurden wiederum von Bergleuten gebaut. So dreht sich im dritten Stockwerk des Museums auch alles um die Eisenbahn: Von der Geschichte und Entwicklung des Eisenbahnwesens bis hin zu Gleis- und Brückenbau ist viel Spannendes aus Technik- und Wirtschaftsgeschichte zu erfahren. Bestaunen können die Besucher auch die zahlreichen präsentierten Eisenbahnmodelle, die sicher das Herz eines jeden Eisenbahnfreundes höher schlagen lassen. Nicht jedem dürfte aber bekannt sein, dass die Modellbahn so alt wie die Eisenbahn selbst ist, fungierten die Modelle doch als Probestücke für die Wirklichkeit. Und natürlich darf im Museum auch eine große Modellbahnanlage nicht fehlen. Zum Abschluss des Museumsrundganges bietet sich von der Terrasse der Zentralsortierung ein imposanter Ausblick ins Land und auf das gesamte ehemalige Obertaggelände, das 2006 Schauplatz für die überaus erfolgreiche Oberösterreichische Landesausstellung „Kohle und Dampf“ war. Dafür wurden auch die historischen Gebäude am Gelände umfassend saniert. Ein Besuch des Lokparks sowie des Oberösterreichischen Eisenbahn- und Bergbaumuseums empfiehlt sich also auf jeden Fall, zumal jedes Jahr neue Themen aufbereitet und neu instand gesetzte Fahrzeuge präsentiert werden. Oder Sie kommen zum Ampflwanger Dampflokfest am 3. und 4. Oktober 2009, bei dem ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten wird.
Lokpark Ampflwang / Oö. Eisenbahn- und Bergbaumuseum Bahnhofstraße 29 4843 Ampflwang im Hausruckwald www.oegeg.at Öffnungszeiten: 1. Mai bis 26. Oktober: Mittwoch bis Sonntag und Feiertage 10:00–17:00 Uhr
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