Museumstipp des Monats

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Aus dem Museumsshop

Forschungen in Lauriacum, Band 1

Museumstipp des Monats Oktober 2008: Schnopfhagenmuseum

St. Veiter Geschichte(n)haus - Blick in den Themenbereich Hans SchnopfhagenPersönliche Gebrauchsgegenstände von Hans Schnopfhagen im Museum OberneukirchenSchnopfhagen Museum Oberneukirchen - Blick in den Themenbereich "Landeshymne"
Schnopfhagenmuseum
Marktplatz 9, 4181 Oberneukirchen
Telefon: 07212/7563 oder 0664/1113 376 Rosmarie Kastner
E-Mail:
Internet: www.oberneukirchen.ooe.gv.at

St. Veiter Geschichte(n)haus & Schnopfhagen Museum Oberneukirchen

Hans Schnopfhagen zum Gedenken

Das St. Veiter Geschichte(n)haus und das Schnopfhagen Museum in Oberneukirchen wurden in den vergangenen Monaten auf Initiative der Heimat- und Kulturvereine aus Anlass des 100. Todestages von Hans Schnopfhagen (1845 – 1908), dem Komponisten der oö. Landeshymne, neu konzipiert und gestaltet. Aufgrund des einstigen Wirkungskreises und der engen Verbindung mit den beiden Mühlviertler Gemeinden lag es nahe, beide Projekte sowohl inhaltlich als auch gestalterisch miteinander zu verknüpfen und durch unterschiedliche Schwerpunkte dem interessierten Museumsbesucher einen Zugang in die Lebenswelt des Komponisten, Schulleiters und Volksbildners zu ermöglichen.

Originalschreibtisch von Hans SchnopfhagenPortrait Hans Schnopfhagen von August SteiningerBlick in den Ausstellungsraum des Schnopfhagen Museums Oberneukirchen

Das Schnopfhagen Museum in Oberneukirchen ermöglicht anhand ausgewählter Exponate, audiovisueller Vermittlung und Präsentation in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Wohnhauses der Familie Schnopfhagen einen breiten und spannenden Zugang zu Persönlichkeit und Schaffen Schnopfhagens. Gebrauchsgegenstände, Möbel, Musikinstrumente und historische Portraits sind dabei ebenso zu bestaunen wie ein 1933 vom Lehrer Franz Mohl erstellter Stammbaum, der gleichsam einem Flügelaltar gestaltet wurde und durch Ergänzung mit der Portraitgalerie an Lebendigkeit gewinnt. Schnopfhagens Mundartgedichte, die humorvoll und pointiert Bilder aus dem Mühlviertler Alltag erzählen, können an Hörstationen nachvollzogen werden, ebenso seine musikalischen Werke. Breiter Raum ist auch der Entstehung der Landeshymne gewidmet. Musikalische Interpretationen der Landeshymne (von der Orchesterfassung bis zur Jazz-Version) erfüllen auf Knopfdruck den gesamten Ausstellungsraum mit Klangfarben. Schnopfhagens Präsenz im kulturellen Leben Oberneukirchens spiegelt sich auch in der Gründung des „Schnopfhagen Liederkranzes“ im Jahr 1873 wider. Das Vereinsleben wird anhand von Objekten, Chroniken und Bildern erzählt.
Eine weitere Besonderheit besteht auch in der zukünftigen Betreuung des Museums. Eine Partnerschaft des Kulturvereins mit dem Diakoniewerk Gallneukirchen fördert die integrative Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung, die künftig aktiv im Museum mitwirken werden.

Aktivstation Kommunalpolitik nach 1848Themenbereich Hans Schnopfhagen mit Hörstationen und Original-Lederhose des Komponisten"In St. Veit liegt der Hund begraben" - Das Maskottchen "Telvin" begleitet die jüngsten Museumsbesucher
 


Unter dem neuen Namen „St. Veiter Geschichte(n)haus“ bietet das St. Veiter Museum anhand zahlreicher Exponate eine Vielfalt von Einblicken in die Vergangenheit und Gegenwart der Mühlviertler Gemeinde. Die Begegnung mit historischen Persönlichkeiten, die in St. Veit gewirkt und gelebt haben, darunter Hans Schnopfhagen, der Priesterdichter Heinrich Suso Waldeck und der akademische Maler August Steininger, ist nur ein Themenbereich des neuen Museums. Der Schwerpunkt in der Betrachtung der Persönlichkeit Hans Schnopfhagen liegt in St. Veit auf seiner Rolle als Schulleiter, Organist und Chorleiter sowie Initiator verschiedener Vereinsgründungen.
Ein herausragendes Objekt des „Geschichte(n)hauses“ ist ein Hundegrabstein aus dem beginnenden 17. Jhd., der das Sprichwort „In St. Veit ist der Hund begraben“ prägte. Es geht zurück auf den treuen Hund Telvin, dem sein Herr Sigmund Hager im Jahre 1612 einen Grabstein setzen ließ. Überliefert ist auch die Episode, dass der wachsame Telvin seinem Herrn in höchster Gefahr das Leben rettete. Telvin wurde aus diesem Grund zur Konzeption der Kindervermittlungsschiene herangezogen und begleitet die jüngsten Museumsbesucher auf ihrer Entdeckungstour.

Vermittlungsprogramm St. Veiter Geschichte(n)haus 

Aktivstationen vermitteln weiterführende Informationen und bieten die Möglichkeit zum persönlichen Entdecken der St. Veiter Geschichte. Hörstationen geben einen Überblick über das musikalische und literarische Schaffen von Hans Schnopfhagen und Heinrich Suso Waldeck. Interviews mit Zeitzeugen bieten einen Einblick in die Zeit nach 1945 und den Alltag in der russischen Besatzungszone. Ein Fotolabor mit rund 5000 digitalisierten Bildern lädt zu einem individuellen Streifzug durch Vergangenheit und Gegenwart ein.

Im Rahmen des ORF Wandertags am 5. Oktober führt die Route auch entlang beider Museen, die sich auf regen Besuch freuen.